Im Wickchen dominierte die Jugend
„Ersatzpräsident“ Joachim Lindlohr brillierte „Quasi“ als Stimmungsgarant
Rolandswerth. So richtig „jemütlich is et, wenn et schön is“, oder umgedreht, so richtig „schön is et, wenn et jemütlich is“. Dafür hat sich das Dorfgemeinschaftshaus (DGF) unter der Obhut von Dieter Dittmar in Rolandswerth seit Jahren einen Namen gemacht. Und vor Feuerproben brauchen die Rolandswerther auch keine Angst zu haben, sie tanzen den Freiwilligen quasi auf dem Kopf herum. Und beim Stichwort „Quasi“ jing dat Spillche im Wickche loss. Als „Ersatz-Sitzungspräsident“ zog Joachim Lindlohr, alias „Quasi“, mit seinem Sechserrat mit donnerndem Alaaf in die nördlichste und kleinste Narrhalla der Remagener Gesamtstadt ein. Ihm folgten auf dem Fuße Rudi Schönenborn, polizeilicher Ex-Ortsvorsteher, Christoph Delseith, derzeitiger Dorfchef, Werner Wenigmann, über dessen Namen Konrad Beikircher sagen würde, „da kann er doch nix für“ sowie die Damen Katja Pertz und Ingrid Arenz. „Quasi“ vertrat den fungierenden Sitzungspräsidenten Klaus Wiest, der in diesem Jahr im Gefolge des Wölle-Prinzenpaares umtriebig ist, mit Engagement und sprudelndem Elan. Doch Lindlohr brauchte auch nur aufs karnevalistische Knöpfchen zu drücken, eine Schar von liebevoll kostümierten Jung-Rolandswerterinnn an Stehtisch Zwei nahm jeden Aufruf zur Narretei dankbar auf und verbreitete Charme und Stimmung pur im kleinsten Saal der römerstädtischen Narretei. Die Sitzungskapelle „Los Rolandos“ mit Michael Zimmermann, Jörg Schneider, Max Francke und Mathias Giebler tat ein Übriges, um die Stimmung auf dem Höhepunkt zu halten. Auch die Rolandsecker Fährnarren mit Vorsitzendem Harald Pöhler standen immer wieder auf, um selbst auf der Bühne Begleitpersonal zu spielen, oder den Akteuren donnernden Applaus zu spenden. Der Oberwinterer Ortsvorsteher Norbert Mathias ist als leidenschaftlicher Karnevalist bekannt, durfte er im Wickchen also auch nicht fehlen. Leidenschaft zum Karneval verbreitet in diesem Jahr in Remagen nicht zuletzt der Nachwuchs.
Der karnevalistische Nachwuchs
So marschierte dann auch das Remagener Kinderdreigestirn mit Bauer Tobias I., Jungfrau Jana I. und Prinz Maurice I. in Begleitung der Prinzengarde ein. Die Kinder-Tanzgruppe von Corinna Schilling erfreute junge und alte Narren mit ihrem Können. Oberwinters Kinderprinz Tobias I. stellte erneut seine Gesangsqualitäten unter Beweis, wobei ihn die „Los Rolandos“ spontan unterstützten. Aus Lannesdorf war das Kinderprinzenpaar der Bleu-Weißen angereist, womit sich der Reigen des Nachwuchses noch nicht schloss. Lea und Pia Pöpping, rot-weißes-Kindertanzpaar aus Wölle verdienten sich ihren Applaus, ebenso wie die Magic-Kids aus Remagen oder die Rot-Weißen-Funken aus Unkelbach. Doch auch die Freunde des geschliffenen Wortes kamen auf ihre Kosten. Dirk Assenmacher erzählte als „Ne Wöller“ von den Tugenden seiner Mitbürger aus dem Hafenort und Manfred Lohmer überzeugte als „Jung us em Vürjebirch“. Jetzt fehlte nur noch etwas für das Auge. „Quasi“ lieferte prompt: Ah- und Oh-Rufe durchzogen den Saal beim Auftritt der „Bandominas“, des Männerballetts aus Bandorf. Tja, dann fehlten nur noch neue Ordensträger. Dem konnte abgeholfen werden. Martin Pertz und Jodef Drodten bekamen die Ehrenzeichen für ihre Verdienste um den „Karneval im Wickchen“. AB
Oberwinters Ortsvorsteher Norbert Mathias und die „Damen von Stehtisch 2“ heizten die Stimmung im „Wickchen“ so richtig an.
