Kölsche Weihnachtsmatinee begeisterte mit Leedscher und Verzällscher us Kölle
Besinnlichkeit und Heiterkeit gingen bei der Weihnachtsmatinee Hand in Hand - Publikum bog sich vor Lachen
Remagen. Ein Renner ist sie Jahr für Jahr, die Adventsmatinee kurz vor dem Weihnachtsfest im Foyer der Rheinhalle. So auch in diesem Jahr. Über 200 Gäste amüsierten sich am Sonntagmittag köstlich im Foyer bei der Adventsmatinee auf kölsche Art. Für die kölsche Art waren Thomas Cüpper, Elfie Steickmann und erstmalig Ludwig Sebus die Garanten. Da waren kölsche Töön angesagt, kölsche Krätzjer und Leedscher. Das Publikum lauschte mit sichtbarem Vergnügen den Ausführungen der drei kölsche Künstler und bogen sich zu weiten Teilen vor Lachen, schmunzelten in sich hinein oder dachten sichtbar nach. Da war die Kölsche Adventsmatinee, im übrigen die siebte Auflage, bei all den Weihnachtsfeierlichkeiten hie und da doch eine absolut köstliche Abwechslung in rundum gemütlichem Ambiente, eine regelrechte Erholung in der stressigen Adventszeit.
Quetschkommod und Verzällscher auf kölscher Sprooch
Leedscher begleitet von de Quetschkommod und Verzällscher auf kölscher Sprooch, jede Menge humoristische Einlagen ließen die Gäste immer wieder hellauf lachen. Doch auch Nachdenkliches lieferte die Kölsche Weihnachtsmatinee im Foyer. Da erzählte Thomas Cüpper von Tante Hilde aus der Generation „Wir hatten nix“. Da hatte die sparsame Tante doch vergessen zu Sankt Martin für die Kinder Süßes zu kaufen, Kleingeld war auch keins da. Kurzerhand gab es für die Kinder die Marmeladentöpfchen, die Tante Hilde von den Frühstücksbuffets mitgenommen hatte. Und darüber freuten sich die Kinder, denn die konnten am nächsten Morgen zum Weckmann verzehrt werden. Auch die „Quetsch“ aktivierte Thomas Cüpper, denn die trage er ja nicht, um das Gleichgewicht zu halten. Das war die Steilvorlage für eine Meldung aus dem Publikum: „Dann müsstest du die Quetsch ja auch auf dem Rücken tragen“. Köstlich auch die Geschichte von Cüpper, mit seiner Frau im Auto Richtung Remagen. Da habe die Erdanziehungskraft bei der Fahrt doch einen erheblichen Einfluss auf das Gesicht seiner Frau gehabt. Gefreut habe sich seine Frau, als es im Tunnel Bad Godesberg ge“blitzt“ habe.
In Erinnerungen kramen können
Elfi Steickmann, seit neuestem Rentnerin, freute sich, endlich in Erinnerungen kramen zu dürfen. „Was war das doch schön früher mit unserem Adventskalender. Heute ist es schon schwierig aus den Hunderten von Varianten bis hin zu den Türchen, gefüllt mit Swaroskisteinen, etwas zu finden. Die Politik wollte sie nicht streifen in ihrem Jahresrückblick. Nur manchmal, da streichele sie sanft ihre Kontoauszüge und denke „mein eigenes kleines Griechenland“. Natürlich kam auch der SV Köln zur Sprache. Die Kölsche seien schon merkwürdig. „Sie feiern immer ihren SV Köln, sieglos, aber Favorit“, so Steickmann. Nachdenklich wurde es bei den Weihnachtswünschen der Tiere im Wald. Von Konsumdenken geprägt waren da die Wünsche. Letztlich fragte aber der Ochs, ob nicht „dat Kind“ das Wichtigste am Weihnachtsfest sei.
"Dom zu Kölle"
Musikalisch wurde es mit Ludwig Sebus, der unter anderem den „Dom zu Kölle“ erklingen ließ. Und das Publikum stimmte mit ein und schunkelte dazu. Sebus lobte das Remagener Publikum im Remagener Gürzenich und hatte noch so manches Dönschen parat.
Ludwig Sebus, Thomas Cüpper und Elfie Steickmann gelang die Grätsche zwischen amüsanten, heiteren und nachdenklichen Verzällcher bestens. Die gut zwei Stunden - denn Zugaben gab es dank der standing ovations natürlich auch - vergingen wie im Fluge. Und wer mit dabei war, der ist es bestimmt nächstes Jahr auch wieder. AB
Auch die „Quetsch“ aktivierte Thomas Cüpper.
Musikalisch wurde es mit Ludwig Sebus.
