Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Remagen
Körperliches und geistiges Unterwegssein mit und zu Gott
Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes nach Bornhofen
Remagen. Bornhofen am Mittelrhein zählt zu den ältesten deutschen Marienwallfahrtsorten. Seit Jahrhunderten gibt es eine jährliche Pilgerreise von Remagen per Schiff zur Schmerzhaften Muttergottes.
Insbesondere die Fußpilger müssen nach Mariä Himmelfahrt früh aufstehen, denn bereits kurz vor sechs fahren Bahn und Begleitfahrzeug vom Bahnhof Remagen ab. Punkt sieben wurden die Leinen auf dem Pilgerschiff MS Carmen Silva am Rheinufer gekürzt und für die Wallfahrer aus Remagen und viele Gäste aus nah und fern begann ein körperliches und geistiges Unterwegssein mit und zu Gott. Zentrale Elemente dieses geistlichen Weges für die Fuß- und Schiffspilger sind das Beten und Singen. Uralte Marienlieder erklingen - auf Schiff begleitet von Musikern, die seit Jahrzehnten die Wallfahrt begleiten. Die Tradition des Pilgerns findet immer noch viel Zuspruch: 116 Gläubige folgten der Einladung der Bornhofen-Bruderschaft, die alljährlich die Wallfahrt vorbereitet, organisiert und leitet. Wer als Wallfahrer unterwegs ist, findet seinen eigenen Rhythmus und ein wenig Abstand vom Kommunikationsstress.
Heilige Messe an der Wallfahrtskirche
Während das Schiff durch die wunderbare Landschaft glitt, erlebten die Fußpilger das Gehen als beschauliche Art der Fortbewegung in der Hochblüte der Natur. In Boppard bestiegen sie ebenfalls ein Schiff und gliederten sich am Ziel der Reise in die große Prozession zur Wallfahrtskirche ein.
Dechant Dr. Meyer feierte die heilige Messe, die auch die 15 Autopilger mitfeierten. Nach alter Tradition stellten die Mitglieder der Bornhofen-Bruderschaft eine große Votivkerze vor dem Hauptaltar auf. Im Anschluss beteten die Gläubigen vor dem Bild der Gottesmutter Maria in ihren Anliegen und gedachten auch der Menschen, die nicht dabei sein konnten. In einer Prozession verließen die Remagener nachmittags den Wallfahrtsort, sodass die Carmen Silva kurz nach 16 Uhr zur Rückreise ablegte.
Ehrung von Pilgern
Dechant Dr. Meyer freute sich mit den Organisatoren über den guten Verlauf der Wallfahrt und ehrte treue Pilgerinnen und Pilger mit einem Wort des Dankes und einer Kerze. So nahm eine ehemalige Remagenerin bereits zum 40. Mal an der Wallfahrt teil. Zum 25. Mal war eine Kripperin und einer der Musiker dabei, zwei Frauen aus Remagen und Kirchdaun pilgerten schon 20 Mal zur Muttergottes und eine Remagener Familie kam mit den vier Familienmitgliedern auf die stolze Zahl von 100 Teilnahmen. Im Zeichnen der internationalen Verständigung wurde stellvertretend für eine Reihe von ausländischen Gästen ein Pilger aus Belgien geehrt.
Eine solche Pilgerfahrt zur Verehrung der Gottesmutter ist ein geistliches Ereignis, bei dem die lebensspendende Kraft Mariens spürbar wird. Aber neben Gebet und Gottesdienst können die Teilnehmer auch die schöne rheinische Heimat und die Gemeinschaft genießen.
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