Allgemeine Berichte | 28.10.2013

Theaterensemble Remagen begeisterte an drei Abenden mit „Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“ von Daniel Stenmans

Köstliche Sketche

... über alte Lieben, ein Klassentreffen, Killer und Schwangerschaftsverhütung ließen das Publikum hellauf lachen

Verwirrungen pur gab es beim Klassentreffen .AB

Remagen. Zu drei herrlich unterhaltsamen Abenden, an denen wirklich herzhaft gelacht werden durfte, hatte das Theaterensemble Remagen am Wochenende in die Kulturwerkstatt eingeladen. Bereits zum fünften Mal öffnete sich der Vorhang in der Kulturwerkstatt für die Aufführungen des Theaterensembles. Überraschungen pur waren angesagt, denn für das Publikum im jeden Abend voll besetzten Saal sah es zunächst so aus, als sei das Ensemble nicht komplett und als gebe es auch gar kein Stück, weil nicht genug geprobt worden sei. Doch weit gefehlt. Zur Aufführung kam von Daniel Stenmans „Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“, eine bunte Mischung von Sketchen, die natürlich bestens seit Februar einstudiert worden waren. Und dass es nicht immer Shakespeare sein muss, das zeigte das Ensemble unter der Regie von Sebastian Schmickler mehr als deutlich.

"Gibt es nun ein Stück oder nicht?"

Eine tolle Leistung präsentierten Elke Buschbaum, Vanessa Passe, Janine Thimm, Ramona Wolf, Nico Kaden, Kevin Kurth und Sebastian Schmickler, jeder auf seine inzwischen ganz eigene Art. Den Technikpart hatte Lucas Agen inne. Zwischendrin musste er die Beleuchtung auch durch den Saal schwenken, denn die Akteure saßen schon mal auch im Publikum oder an der Theke. Das Publikum wurde toll mit eingebunden. Nach den ersten Verwirrungen, ob es nun ein Stück gibt oder nicht, kam der erste Sketch im Kino. Zufällig trafen sich dort zwei Paare und ein einzelner Herr.

Köstlich, wildes Durcheinander

Die beiden Ehefrauen waren mal in früheren Zeiten, nacheinander mit dem einzelnen Herrn verheiratet. Die beiden Ehemänner hatten denn auch einst ein Techtelmechtel. Ein köstlich wildes Durcheinander. Das Publikum amüsierte sich bestens und letztlich trennte sich die Gruppe wieder, aber in völlig anderen Konstellationen. Beim Sketch vom Klassentreffen ging es ähnlich turbulent zu. Aus dem „Dickerchen“ war ein Muskelprotz geworden. Ein Klassenkamerad kam gerade als Bhagwanjünger aus dem Kloster zurück. Eine Kameradin hatte sich zur selbstbewussten Fotografin entwickelt und ein weiterer zu einem mehr als selbstbewussten Börsenspekulanten. Den Mittelpunkt stellte dann die Organisatorin des Klassentreffens dar, herrlich trampelig, und sie hatte sich gar nicht verändert. Da reichte das Repertoire von Liebesschwüren über Beleidigungen bis hin zum handfesten Krach. Die Theaterfans lachten hellauf vor Vergnügen. Und das sollte sich auch nicht ändern mit der Aufführung vom „Killer“, der von der Familie bestellt worden war, um das „nette“ Familienspiel „Jetzt bist du dran“ auszuführen. Der „Killer“ aber versagte kläglich trotz der gut gemeinten Ratschläge desjenigen, der gekillt werden sollte. Das „muntere“ Familienspiel mit den sehr gelassenen „Opfern“, das sich die Familie aus lauter Langeweile vorgenommen hat, endet unblutig. Keiner wird zu Grabe getragen. Das glänzende Finale kam dann mit einem Arztbesuch. Ein irrer Arzt mit einer Brille, die an eine Lupe erinnerte, soll einer Ehefrau helfen, die bereits zehn Kinder geboren hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als die Sterilisation ihres Ehemannes. Der jedoch sah eine Kastration auf sich zukommen und wehrte sich vehement. Da nützen auch die unmöglichen Erläuterungen des Arztes nichts. Da wird jedes Klischee bedient und das Publikum amüsiert sich bis zur letzten Sekunde der Aufführung von „Es muss nicht immer Shakespeare sein“ bestens. Die Theatergruppe stellte den Titel ihres Stücks wirklich unter Beweis. Es gibt lang anhaltenden Applaus zum Schluss und Sebastian Schmickler ist mit den Aufführungen rundum zufrieden, denn die Akteure waren sehr zur Freude des Publikums ganz in ihren Rollen aufgegangen.

Die nächsten Termine

Die nächsten Aufführungen der diesjährigen Tour sind am 2. November in der Curanum Seniorenresidenz, am 16. November im Stadttheater Euskirchen, am 7. Dezember gastiert das Ensemble im Bürgerhaus Miesenheim, am 4. Januar 2014 in der Rheinhalle Remagen und zum Schluss noch am 21. Januar 2014 im Kurpark Bad Neuenahr, sowie am 25. Januar 2014 im Bahnhof Engeln.

Der irre Arzt Sebastian Schmickler.

Der irre Arzt Sebastian Schmickler.

Verwirrungen pur gab es beim Klassentreffen .Fotos: AB

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