Versammlung des Hegerings Remagen in Kripp
Landesjagdverordnung wurde diskutiert
Jägerschaft präsentierte beachtliche Trophäen in einer großen Ausstellung - Beste Rehgehörne wurden prämiert
Remagen/Kripp. 23 Jägerinnen und Jäger konnten am vorletzten Freitag von Hegeringsleiter Udo Diehl und der Jagdhornbläsergruppe Remagen zur Hegeringsversammlung im Kripper Hotel Rhein-Ahr willkommen geheißen werden. Ganz besonders begrüßen konnte der Hegeringsleiter Diehl den Kreisjagdmeister Joachim Polch, den Kreisgruppenvorsitzenden Jürgen Kindgen und seinen Stellvertreter Thomas Güthe sowie Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer.
Aus den neun Remagener Jagdbezirken hatten acht Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer ihre beachtliche Trophäen in einer bisher nie ausgestellten Anzahl der anwenden Jägerschaft präsentiert.
Erfreulich und beeindruckend war die durchgängige Altersstruktur der Rehgehörne, die nach Masse, Gewicht und Auslage von einer fachkundigen Bewertungsgruppe ausgepunktet wurden.
Den Erlegern galt für ihr vorbildliches Verhalten und Erreichen des gewünschten Hegeziels ein kräftiges Waidmannsheil. Die drei besten Rehgehörne wurden mit Hegemedaillen in Gold, Silber und Bronze prämiert.
Hegeringleiter Udo Diehl erläuterte die statistisch erfasste Abschussliste. Im Jagdjahr 2012/13 wurden im Hegering Remagen durch Wildnachweisung bis Mitte März 216 Stück Schwarzwild erlegt, 139 mehr gegenüber dem Vorjahr. An Rehwild wurden 72 Böcke und 106 Ricken erlegt und durch Wildnachweisung an die Untere Jagdbehörde gemeldet. Dies entspricht dem Vorjahr.
Ins Visier genommen wurde der Entwurf einer Landesjagdverordnung der Landesregierung Mainz mit Teilen der vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium geplanten Verordnung, die laut der Versammlung geradezu tier- und artenschutzfeindlich sind. Der Protest der Jäger richtet sich für die Region im Hegering Remagen gegen die endgültige Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild, die Verlängerung der Jagdzeit auf den Rehbock, die Vorverlagerung der Jagdzeit auf Ricken und Kitze sowie die einseitige Schonung von Beutegreifern auf Kosten der Artenvielfalt im Wald und Offenland.
Der Landesjagdverband wendet sich mit einer Petition an die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und bittet die Jägerschaft um ihre Unterstützung.
Die Unterstützung erfolgte innerhalb einer Unterschriftenaktion in den Hegeringversammlungen. Alle 23 Anwesenden bei der Hegeringversammlung Remagen haben die Petition unterschrieben oder an einer Online-Petition „PROWild in Rheinland-Pfalz“ teilgenommen.
Die Online-Petition, die am 14. März gestartet wurde, fordert seitens der Jäger und Naturschützer aus Rheinland-Pfalz das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten dazu auf die einheitliche, landesweit geltende Schonzeit für Rot-, Dam- und Muffelwild auch außerhalb der Bewirtschaftungsbezirke beizubehalten. Durch die Beibehaltung der Güteklassen soll ein nachhaltiges Rotwildmanagement ermöglicht werden. Die ehemals gültigen Schonzeitregelungen für das Schwarzwild sollen beibehalten bleiben. Die bisherige Jagdzeitregelung für das Rehwild soll ebenfalls beibehalten bleiben. Die Jagd auf den Beutegreifer Iltis soll auch weiterhin möglich sein.
„Wenn die Forderungen und Änderungen des Landesjagdgesetzes der Landesregierung in Mainz Gesetzeskraft erlangen, verlieren wir Jäger jeglichen Respekt und Achtung vor unserem Wild, das wir in jahrhundertelanger Tradition tierschutzgerecht bejagt haben“, betonte der Hegeringsleiter Udo Diehl.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich der Hegeringleiter Diehl bei allen für ihr Interesse und ihre Mitarbeit, bei den Jagdhornbläsern für ihre musikalische Unterstützung, und wünschte allen für das kommende Jagdjahr 2013/14 viel Erfolg bei der Erhaltung eines gesunden und ausgeglichenen Wildbestands mit „Waidmanns Heil“.
