Allgemeine Berichte | 02.09.2013

Rathausverein besuchte Fischereimuseum in Bergheim an der Sieg

Lange Tradition

Interessante Einblicke gab es für die Besucher aus Oberwinter in die lange Bergheimer Fischereigeschichte. privat

Oberwinter/Bergheim. Das Fischereimuseum in Bergheim an der Sieg bei Troisdorf war das Ziel einer Exkursion des Rathausvereins am vergangenen Samstag. Zwanzig gut gelaunte Mitglieder des Vereins machten sich mittags auf den Weg in das Naturschutzgebiet an der Siegmündung. Dort wurden sie von Willi Engels empfangen.Er war 40 Jahre lang Brudermeister der Fischereibruderschaft in Bergheim und hatte sein Amt 2012 in jüngere Hände übergeben. In einer kurzen Einführung gab er einen Einblick in die Geschichte der Bruderschaft, die 2012 ihr 1.025-jähriges Bestehen feiern konnte. Ihre Gründung wird anhand einer Urkunde von Kaiser Otto III auf das Jahr 987 datiert. In dieser Urkunde wird das neugegründete Kloster zu Vilich, dessen erste Äbtissin die Heilige Adelheid war, zum Reichsstift erhoben und mit den üblichen Privilegien ausgestattet, womit auch die Vergabe der Fischereirechte an vierzehn Bergheimer Fischerfamilien festgeschrieben wurde.

Die Familien schlossen sich damals zur ältesten zunftähnlichen Vereinigung Deutschlands zusammen. Die Mitgliedschaft vererbt sich von den Vätern auf ihre ehelichen Söhne. Von den vierzehn Familien sind bis heute neun geblieben, die die über vierhundert Mitglieder der Bruderschaft stellen. Heute haben sich die Aktivitäten Fischerbrüder von dem Fischfang auf zielgerichtete Gewässer- und Landschaftspflege verlagert. Dazu gehört unter anderem auch die Wiederansiedlung von Wanderfischen.

Beim Rundgang durch die Ausstellungen des Museums konnten die Besucher einen umfassenden Überblick über die Fangtechniken und das Leben der Binnenfischer gewinnen. Dabei gehörte natürlich auch die Technik der Schockerfischerei zum Fang von Aalen. Glanzstück des Museums ist dabei der Aalschocker Maria-Therisia, der zu Füssen des Museums in einem Altarm der Sieg vor Anker liegt.

Zum Abschluss des Tages, bei Kaffee und Kuchen im benachbarten Restaurant Bootshaus, war genügend Gesprächsstoff gegeben und wer wollte konnte von der Terrasse aus Bisamratten (Nutrias) bei Ihrer Nahrungssuche beobachten.

Interessante Einblicke gab es für die Besucher aus Oberwinter in die lange Bergheimer Fischereigeschichte. Foto: privat

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