Lehrpreis Rheinland-Pfalz
Lehrpreis Rheinland-Pfalz für Prof. Dr. Jens Bongartz von der Hochschule Koblenz
aus Koblenz
Koblenz. Prof. Dr. Jens Bongartz vom Fachbereich Mathematik, Informatik, Technik an der Hochschule Koblenz hat den Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Die Auszeichnung würdigt herausragende Lehrleistungen und ist mit 10.000 Euro für dienstliche Zwecke dotiert. Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz vergibt den Lehrpreis alle zwei Jahre.
Für den Lehrpreis 2026 wurden 94 Lehrende nominiert. An der Befragung nahmen 3.782 Studierende teil, am Ende standen zehn Preisträgerinnen und Preisträger fest. „Der Lehrpreis hebt sich in einem wichtigen Aspekt von vielen anderen Auszeichnungen im Wissenschaftsbetrieb ab: Er beruht nicht allein auf dem Urteil eines Gremiums, sondern auf der Bewertung durch die Studierenden selbst“, so Clemens Hoch. Gute Lehre entstehe im Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden, so der Wissenschaftsminister bei der Preisverleihung. Sie beginne dort, wo Wissen auf Begeisterung trifft.
„Ich freue mich sehr über den Lehrpreis, da er insbesondere auf studentischen Bewertungen beruht“, so Jens Bongartz. Er ist Professor für Medizintechnik und Sensortechnik am Campus Remagen der Hochschule Koblenz. Für ihn bestätigt die Auszeichnung seine Lehre, die er anschaulich und praxisnah gestaltet. Studierende sollen verstehen, wozu sie Inhalte später gebrauchen können, als Grundlage für weiterführende Themen oder als Werkzeug im Berufsalltag.
Eigenes EKG-System als Lehrprojekt
In der Vorlesung Funktionsdiagnostik hat Bongartz ein „Do-it-yourself-EKG-System“ entwickelt. Studierende löten dabei eine eigene Platine und messen ihre Herzaktivität. Das Projekt verbindet Hardware- und Softwareentwicklung und macht Geräteentwicklung greifbar. Besonders freut es den Professor, wenn Studierende über die eigentliche Aufgabenstellung hinausarbeiten oder mit eigenen Fragen zu ihm kommen. Auch Künstliche Intelligenz nutzt er in der Lehre, etwa um Ideen und Inhalte zu entwickeln.
Künftig möchte Bongartz noch stärker projektorientiert arbeiten und Studierende enger einbinden. In einem Modul hat er die Prüfungsform deshalb bereits von einer Klausur auf eine Portfolioprüfung umgestellt. Wichtige Impulse für die Lehre leitet der Professor auch aus seinen Forschungsschwerpunkten ab. Diese liegen in der bioelektrischen Sensorik, in multispektralen Kamerasystemen und in der luftgestützten Fernerkundung.
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Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Prof. Dr. Jens Bongartz und Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel. Foto: Foto: MWWG/Raczka