Traditioneller Jakobsmarkt lockte Zehntausende nach Remagen
„Op dem Maat jidd et (fas) alles“
Fast 300 fliegende Händler boten ihre Waren an - Haushaltshelfer-Vorführungen stießen auf riesiges Interesse
Remagen. Eine unglaubliche Menschenenge schob sich schon am ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen trotz heißer hochsommerlicher Temperaturen durch die Innenstadt. Auch an der sehenswerten Rheinpromenade herrschte Hochbetrieb. Nicht nur an den Ständen, sondern auch bei der Gastronomie mit ihrem deutlich gesteigerten Außensitzplatzangebot war die Hölle los. Die Gäste aus nah und fern nutzten den lang ersehnten Sonnenschein für einen Bummel über den Markt und um an der Rheinpromenade zu flanieren und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Traditionell wird der Jakobsmarkt zur Apollinariswallfahrt gefeiert, und wie immer kamen viele Gäste, um sich mit nützlichen Dingen einzudecken.
Einen Rekord von fast 300 fliegenden Händlern konnten Marktmeister Günter Balas und seine Helfer melden. „Nur noch 15 Restplätze waren zu verzeichnen, da rund 280 fliegende Händler angereist waren“, so Balas, der mit seinem Team ebenso die Hände fliegen lassen konnte wie die fliegenden Händler. Eine unglaubliche Vielzahl von Waren, Haushaltswaren, Lebensmittel, Textilien, Lederwaren, Dekorationen, Putzmittel, Bücher, Spiele und vieles mehr, wurde den Jakobsmarktgästen geboten. Dicht umlagert waren stets die Haushaltsartikelstände, an denen präsentiert wurde, wie sich mit den richtigen Helfern die Arbeit fast von selbst erledigt.
Neben der riesigen Angebotspalette wurden die Gäste aber auch mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Sowohl die einheimische Gastronomie als auch fremde Beschicker boten ihre lukullischen Spezialitäten an. Ob Süßes oder Herzhaftes, die Auswahl war riesig, sodass für jeden das Richtige dabei war.
Für Getränke sorgten die Außengastronomien, deren Stühle ständig voll besetzt waren. Im gesamten Marktbereich schoben sich die Menschen durch die budengesäumten Straßen. Und dennoch war ein Durchkommen immer gut möglich. Herrschte schon am Morgen dichter Betrieb, so blieb das auch so über Mittag und am Nachmittag trotz der gut 30 Grad Temperatur. Auf großen Zuspruch stieß bei der Hitze natürlich auch der „Rheinjumper“, der in rasanter Fahrt den Fahrgästen eine frische Brise bescherte.
Viel Spaß hatten die Kinder auf den Fahrgeschäften der Schaustellerfamilie Maria und Wolfgang Dossier aus Oberzissen und von Uwe Himmes aus Simmern auf dem Caracciolaplatz. Ob Karussell, Spiel- und Süßwarenbude, Angelspiel, Ballwurf- oder Losbude - sogar eine Wahrsagerin lud ein, einen Blick in die Zukunft zu riskieren -, die Fahrgeschäfte und Buden waren der Renner für den Nachwuchs.
Jede Menge zu tun hatten die Kinder aber auch mit ihrem Flohmarkt in der Bachstraße. Kleidung, Spielzeug, Bücher und vieles mehr wurde geboten.
Guten Betrieb hatten auch die heimischen Geschäftsleute, die ihre Pforten geöffnet hatten und mit Sonderangeboten lockten. Immer wieder zog es die Menschen nicht nur an die Stände der Remagener Geschäftsleute, sondern auch in die Geschäfte, um da vielleicht ein Schnäppchen zu machen. Absolutes Schnäppchen war natürlich auch ein Parkplatz. Den gab es am späten Mittag wirklich kaum mehr irgendwo. Ob die Straßen und Gassen südlich des Jakobsmarktes, die B9 oder die Straßen entlang der Bahnschienen - da war nichts mehr zu machen.
Mit von der Partie waren auch einige Vereine. Der DRK-Ortsverein bot eine Riesenauswahl an Kuchen sowie Kaffee und kühle Getränken in Höhe des Annaklosters. Mit dabei waren auch wieder die Elfen, die mit dem KG-Elferrat Gegrilltes an den Mann oder die Frau brachten.
Und wer musikalische Unterhaltung mochte, der konnte sich freuen, am Marktplatz die Musik der FGAN-Lunchbreakers am Morgen und der Rheintaler am Nachmittag zu genießen. So war der erste Jakobsmarktsonntag ein voller Erfolg. Bleibt zu hoffen, dass es auch kommenden Sonntag beim zweiten Jakobsmarktsonntag so ist. Dann ist wieder die Schnäppchenjagd angesagt.
Unterhalb der Woche haben die Schausteller ihre Karussells und Buden zur Freude der Kinder von späteren Morgen bis in den frühen Abend geöffnet. Auch das Kettenkarussell wurde am Montag aufgebaut.
Von 11 bis 18 Uhr werden rund um den Marktplatz viele Musikgruppen für Stimmung sorgen. Konzerte des Spielmannszugs Rheinklänge, des Fanfarenkorps der Kripper Fente mit den Musikern des Unkelbacher Fanfaren- und Tambourcorps, der Kirchdauner Dorfmusikanten und des Duos „Die Glorreichen Zwei“, die mit Western- und Countrymusik begeistern werden, stehen auf dem Programm. Auch die Touristinformation hat in der Zeit von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet und steht mit ihrer Beratung und dem Kartenvorverkauf für Kabarett, Kleinkunst und klassische Konzertreihe zur Verfügung.
Auf dem Caracciolaplatz begeisterten nostalgische Buden und Fahrgeschäfte vor allem die jüngsten Marktbesucher. Fotos: AB
Sicht umlagert waren die Stände, an denen die Verwendung praktischer Haushaltshelfer demonstriert wurde.
Auch für beschwingte musikalische Unterhaltung war gesorgt, zum Beispiel mit den FGAN-Lunchbreakers.
