Allgemeine Berichte | 01.08.2013

Sommerfest im Remagener Freibad beschert Action und Abkühlung bei tropischer Hitze

Polonaise mit Poolnudeln

Schlange standen einige am Sprungturm, der ständig auch Publikum anzog.SI

Remagen. Nichts wie ab ins Wasser hieß es erstmal für jeden, der das Freibad Remagen am Wochenende enterte. „Abkühlung“ war „in“. Doch mehr als „nur“ kühles Nass bot das Sommerfest im Freibad. Neben dem normalen Betrieb und der Gelegenheit unter dem hohen alten Baumbestand den ersehnten Schatten und eine kühle Brise zu erwischen, fanden sich über den Tag und das weitläufige Areal verteilt immer wieder besondere Aktionen. Eine Poolnudel-Polonaise etwa bildeten mehr als 60 Kinder und Jugendliche vom Spaß- zum Schwimmerbecken. Wo sie außerdem mit dem bunten Kunststoffschlangen ordentlich im Wasser planschten oder versuchten, darauf zu reiten. Zum lustigen Spiel kamen aber auch spannende Vorführungen des DLRG Remagen. Junge Rettungsschwimmer unter Leitung von Kevin Wassong demonstrierten, warum sie sich wieder für die Deutsche Meisterschaft im Oktober qualifiziert haben. Mit Rettungspolster und -gurt bargen sie eine vermeintlich ertrinkende Person aus dem Wasser sowie einen Dummy, der mit mehr als 70 Kilogramm Gewicht deutlich schwerer war als jeder der zehn- bis zwölfjährigen Retter selbst. Staunen machte zudem der Zauberer „Magic Patrick“, der mit Bällen und Seilen agierte, mit seinen Knotenspielen und verschwindenden Gegenständen manchen Zuschauer foppte, und mit seinem abknickenden Zauberstab dann alle weder zum Lachen brachte. Viele Jungen tobten sich trotz der hohen Temperaturen auf der riesigen Hüpfburg aus. Fast ausschließlich Mädchen umringten indes die Tische, an denen Künstlerin Franca Perschen vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck zum Malen mit Aquarell und Pastellkreise einlud. „Die Materialien passen zum Thema Wasser“, erklärte sie, „und die jungen Leute sollen ruhig experimentieren“. Bei diesen Farben machte es auch gar nichts, wenn mal ein Kind, das gerade aus dem Wasser kam, auf sein Kunstwerk tropfte. „Das gibt tolle Effekte“, stellte ein Mädchen fest. Wo wann was los war, wusste DJ Tommy DeLux, der nicht nur Musik machte, sondern auch die jeweiligen Aktionen übers Mikrofon ankündigte. So waren die Lose für eine Tombola im Nu ausverkauft, und auch sonst sammelten sich schnell Gruppen von Kindern an den Aktionsorten. Schlange standen einige dennoch an der großen Freibadrutsche und am Sprungturm, die ständig auch Publikum anzogen.

Geschätzte 2.000 Badegäste

Ruhiger zu ging es bei den Balancetests auf den Slacklines, die zwischen den Bäumen gespannt und nicht nur für Kinder eine Herausforderung waren. Sportlich präsentierte sich auch der Verein „Sport-Akademie Rhein-Ahr“. Landesmeister und Deutsche Meister waren unter den 13 Mitgliedern ab fünf Jahren, die mit ihren Trainerinnen Verena Traub und Sandra Rendulic Turnübungen, Tanz und Akrobatik einstiert hatten. Eigentlich sollten sich beim Sommerfest im Freibad noch viel mehr der lokalen Vereine präsentieren, „aber das ist so mitten in den Sommerferien schwierig“, hatten auch Britta Jelken von der Jugendpflege und die drei Studentinnen der Fachhochschule Koblenz erkannt, die das Fest seit gut einem halben Jahr vorbereitet hatten. „Das erste Schwimmbadfest hier haben wir organisiert, weil wir innerhalb unseres Studiums ein Projekt dieser Art durchführen mussten“, erklärte Jolene Nöthen als eine der angehenden Sozialarbeiterinnen. Doch das habe so viel Spaß gemacht, dass sie zusammen mit Jessica Kröll und Lisa-Marie Blatter, die ebenfalls in Remagen leben, wieder dabei war. Besonders freuten sie sich, dass erstmals beim Freibadfest das Wetter so gut war. Auch Michael Dillenberger, Betriebsleiter des Freibads, war mit der Resonanz „sehr zufrieden“. Geschätzte 2.000 Badegäste machte er zum Sommerfest aus, „und wenn die glücklich sind und wiederkommen, bin ich es auch“.

Fast ausschließlich Mädchen umringten indes die Tische, an denen Künstlerin Franca Perschen vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck zum Malen mit Aquarell und Pastellkreise einlud.

Fast ausschließlich Mädchen umringten indes die Tische, an denen Künstlerin Franca Perschen vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck zum Malen mit Aquarell und Pastellkreise einlud.

Schlange standen einige am Sprungturm, der ständig auch Publikum anzog.Fotos: SI

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