Remagen trauert um Georg Strang
Sein Herz schlug nicht nur für das Schützenwesen
„Schorsch“ war eine Stütze des Vereinslebens - Plötzlicher Tod mit 52 Jahren
Remagen. Trauer und Entsetzen machten sich am Samstagmorgen in Remagen breit. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde vom viel zu frühen Tod von Georg Strang. Plötzlich und unerwartet ist der „Remagener Jung“ am Samstagmorgen verstorben. Nur zwei Tage zuvor hatte er seinen 52. Geburtstag feiern können. Völlig bestürzt nahmen die vielen Menschen, die den lebensbejahenden „Schorsch“ kannten, die Nachricht von seinem Tod auf. Das Mitgefühl galt vor allem der hinterbliebenen Familie mit Frau Carmen, den beiden Kindern Christiane und Carsten sowie Bruder Wolfgang und Familie.
Bei den Remagener Schützen, dem Panikorchester, der Schützenbruderschaft Alt Remagen, den Ricomagus Mösche und dem Heimatverein Baachpörzer hatte sich der Verstorbene engagiert. Besonders dem Schützenwesen war Georg Strang eng verbunden. Mit Akribie kümmerte er sich um die Geschichte der Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft Remagen. Ob Bild oder Text, bei Georg Strang war alles zu finden, was die Remagener Schützen betraf. Seit dem 15. März 1986 war Georg Strang Mitglied der Schützengesellschaft und repräsentierte 1996 den Bezirksverband als Bezirkskönig. Seit 1999 war er im Vorstand des Vereins tätig in der Funktion des Geschäftsführers. 2005 wurde er als stellvertretender Bundesmeister Mitglied des geschäftsführenden Bezirksvorstands.
1998 wurde ihm durch den Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften das silberne Verdienstkreuz verliehen, im Jahr 2003 der Hohe Bruderschaftsorden. Am 3. April 2011 anlässlich des Einkehrtags im Bezirksverband in Westum wurde er in Anerkennung seines immerwährenden Einsatzes er mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet. Sein besonderes Augenmerk richtete er auf die Gemeinschaft innerhalb des Bezirksverbands Rhein-Ahr, indem er beispielsweise bei Meinungsverschiedenheiten offen und fair auf die Beteiligten zuging. In vorbildlicher Weise und mit überzeugender Einstellung hat er das Schützenleben in der Schützengesellschaft von Remagen und im Bezirksverband Rhein-Ahr geprägt.
Georg Strang hat unzählige Stunden seiner Freizeit in die Arbeit für die Allgemeinheit investiert. Dabei darf nicht vergessen werden, dass er diesen großartigen Einsatz unentgeltlich geleistet hat. Er hatte den Willen und die Bereitschaft, freiwillig für die Gemeinschaft zu arbeiten und gute Dienste zu leisten. Und mit diesem Engagement sowie seinem immer fröhlichen und freundlichen Auftreten werden ihn nicht nur die Schützen ihn in bleibender Erinnerung behalten.
Doch nicht nur bei den Schützen gehörte der Verstorbene zu den Aktiven und verbreitete einfach Lebensfreude. Das gilt für das Remagener Panikorchester, dessen Mitglieder ebenfalls völlig schockiert vom Tod ihres Mitglieds sind, ebenso wie für den Heimatverein Baachpörzer. Jahrelang entwarf Georg Strang dessen Orden für die fünfte Jahreszeit.
Das Sterbeamt wird am Freitag, 31. Mai, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gehalten. Im Anschluss ist die Beisetzung auf dem Neuen Friedhof in Remagen.
