Wanderabteilung des TV Remagen
Unterwegs an der Mosel
Remagen. Auf die Spur preußischer Verkehrs- und Ingenieurkunst begaben sich die Remagener Wanderer auf dem Eisbahn-Historischen Kulturweg „Kanonenbahn von Bullay“ nach Reil. Schon nach wenigen Schritten wurde auf dem Untergurt die erste deutsche Doppelstockbrücke für Straße und Bahn überschritten. Auf dem Obergurt ratterten derweil die Züge über die Mosel in den anschließenden Prinzenkopftunnel. Bei einem Abstecher zum Tunnelportal konnten die ein- und ausfahrenden Züge hautnah beobachtet werden konnten.
Danach führte ein Hangpfad zum Bergrücken zwischen der Moselschleife zum ehemaligen Augustinerherrenstift Marienburg. Der Anstieg wurde mit traumhaften Aussichten auf Pünderich und den Hangviadukt der Kanonenbahn belohnt. Leicht aufwärts auf dem Hangrücken war bald auch der Prinzenkopf erreicht. Vom Aussichtsturm aus gab es phantastische Fernsichten, unter anderem auf die Moselschleife, Marienburg und die bunt gefärbten Weinberge. Die Web-Kamera wurde genutzt, um Angehörige und Bekannte „live“ grüßen.
Am Ehrenfriedhof vorbei führte der Weg leicht abwärts zur Driesch-Hütte. Dort angebotener Federweißer, Zwiebelkuchen und anderes verführten zur Wanderpause.
Nunmehr ging es wieder nach unten zur Kanonenbahn und zum Ausgang des Prinzenkopftunnels, dessen Bau zur damaligen Zeit eine technische Meisterleistung darstellte. Am Hangviadukt entlang wanderte die Truppe dann - vorbei am ehemaligen Bahnhof Pünderich (Eingang des Halsenbergtunnels) - nach Reil. Ein längerer Anstieg brachte die Truppe erneut zur Moselhöhe (Moselhöhenweg). Rechts unten waren wieder der Hangviadukt Pünderich und die Mosel zu sehen. Nach Passieren von Haus Waldfrieden geleitete ein schmaler Serpentinpfad schließlich wieder zur Mosel und zur Doppelstockbrücke.
Beim obligatorischen Einkehrschwung in einer Straußwirtschaft erfuhren die Wanderer dann auch mehr über den Bullayer Brautrock.
