Allgemeine Berichte | 16.04.2013

Verbandsgemeinde Puderbach / DRK Puderbach

First Responder gehen an den Start

VG Puderbach. Helfer vor Ort (HvO), auch Notfallhelfer oder Sanitäter vor Ort genannt, sollen die Wartezeit auf die Rettungsdienste überbrücken helfen. Sie werden in der ganzen Verbandsgemeinde Puderbach im Einsatz sein. Insgesamt stehen 29 First Responder in den Startlöchern. Acht Ehrenamtler sind bereits für die Einsätze ausgerüstet, weitere sieben Freiwillige warten auf ihre Einkleidung, 14 Notfallhelfer müssen noch im Sanitätsdienst unterwiesen werden. Sie ergänzen die Rettungskette (Hausarzt, Notarzt, Rettungswagen) in der Verbandsgemeinde Puderbach. Angestoßen wurde das Projekt zwar schon im Herbst 2011, doch mussten teils auch noch bürokratische Hürden genommen werden, um schließlich den Startschuss für das Projekt, das unter Federführung des DRK-Ortsvereins Puderbach läuft, zu geben. Acht Minuten brauchen die Rettungsdienste im Schnitt nach der Alarmierung durch die Rettungsleitstelle in Montabaur, um eine Unfallstelle oder einen hilfsbedürftigen Menschen zu erreichen. Zeit, die wertvoll sein kann und nicht ungenutzt verstreichen soll, denn die Überlebenschancen eines Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand sinken mit jeder ungenutzt verstreichenden Minute drastisch. Durch den Einsatz von Ersthelfern, die im Englischen die Bezeichnung First Responder führen, wird die therapiefreie Zeit (von der Alarmierung des Rettungsdienstes bis zum Eintreffen am Notfallort) verkürzt. Die Ehrenamtler sind über die ganze Verbandsgemeinde verteilt, haben das Gebiet in vier Stützpunkte aufgeteilt. Die Gruppe Dürrholz übernimmt Notfälle im westlichen Teil der Verbandsgemeinde mit Dürrholz, Döttesfeld und Linkenbach, die Gruppe Puderbach steht für den Bereich der Gemeinden Puderbach, Steimel und Woldert bereit. Die Gruppe Raubach deckt mit Raubach, Hanroth, Harschbach, Niederhofen, Urbach und Dernbach die Gemeinden im Süden der Verbandsgemeinde ab, während die Gruppe Nord sich um Niederwambach, Ratzert, Rodenbach und Oberdreis kümmert. Ausgebildet nach den Standards der Ausbildungsstufen SAN-A/B/C bzw. Rettungsassistenten und Rettungssanitäter stehen die freiwilligen Ersthelfer in „Zufallsbereitschaft“ zur Verfügung, die die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifiziert überbrücken. Zufallsbereitschaft bedeutet dabei: der ehrenamtliche Helfer kann nach eigenem Ermessen entscheiden, ob es sinnvoll erscheint, von seinem aktuellen Aufenthaltsort (zu Hause/unterwegs/auf der Arbeit/im Urlaub), unter den aktuellen persönlichen Umständen (Gesundheit, eigene Verpflichtungen, Einsatzfähigkeit) seine Ausrüstung zur Hand zu nehmen und zu dem ihm gemeldeten Einsatzort zu eilen. Qualifizierte Überbrückung der Zeit, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen, bedeutet: Abschätzung der Notfallsituation, lebensrettende Sofortmaßnahmen (Herz-Lungen-Wiederbelebung, Blutungen stillen), Erstversorgung, psychische Betreuung. Dabei ist zu bedenken: die First Responder sind je nach persönlichen Umständen und Aufenthaltsort nicht immer verfügbar, sind meist keine Ärzte oft auch keine routinierten Profis, dürfen in der Regel keine Medikamente verabreichen, werden aus dem privaten Alltag herausgerissen (Tag und Nacht), stehen unter dem besonderen Druck, in ihrer direkten Umgebung aufzutreten.

Vorteile des Systems

Insbesondere bei lebensbedrohlichen Notfällen kommt es auf jede Sekunde an. Der First Responder hält sich möglicherweise in der Nähe auf und kann deshalb eventuell schneller vor Ort sein als ein Rettungswagen.

Der First Responder ist in der Regel bezüglich der Ersthilfe qualifizierter als die Anwohner oder sonstige am Notfallort anzutreffende Menschen. Der First Responder kennt seinen Wohnort und kann z.B. mit warnblinkendem Auto den Rettungswagen an die richtige Einfahrt eines Grundstückes lotsen. Der First Responder kann dem Rettungsdienst zur Hand gehen. Der First Responder kann nach eventuellem Abtransport eines Betroffenen Zurückgebliebene betreuen. Nach der derzeitigen Einschätzung ist das Ersthelfer- (First Responder-)System gut für den Start aufgestellt. Eine weitere Ausweitung hängt von der künftigen Bedarfslage ab.

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