Oase für Trauernde öffnet am 4. September in Puderbach
Menschen in ihrer Trauer nicht alleine lassen
Puderbach. Die „Oase für Trauernde“ ist ein neues Angebot des Neuwieder Hospiz-Vereins für Menschen, die einen Angehörigen verloren haben. Ab dem 4. September haben Trauernde in den Räumen der Diakonie in der Mittelstraße 18 die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder sich einfach nur ihren Schmerz von der Seele zu reden. Unterstützung erhalten sie dabei von den Trauerbegleiterinnen Karin Reischl und Annette Abel, von Diakon Wilfried Voigt und Ruky Wagner, die selbst den Verlust eines lieben Menschen bewältigen musste. Die Oase will trauernden Menschen einen geschützten Raum eröffnen und Einsamkeit zumindest für einen Moment in Gemeinsamkeit verwandeln. Mit dem Angebot schaffe man nun auch neben den Trauercafés in Neuwied und Neustadt einen Ort in Puderbach, an dem sich Trauernde mitteilen können. „Dies ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig, in der immer mehr vertraute Rituale zusammenbrechen, Gemeinschaften, die Trauernde tragen können, nicht mehr so stark sind und auch die Arbeitswelt kaum noch das Trauern zulässt“, sagt die Bildungsbeauftragte des Neuwieder Hospiz- Vereins, Rita Krebsbach. Es sei dem Hospiz-Verein ein wichtiges Anliegen, Menschen in ihrer Trauer nicht alleine zu lassen.
„Die Sterbe- und Trauerbegleitung gehören zusammen“. Und so ist man besonders froh darüber, dass sich in Puderbach ein Team aus ehrenamtlich engagierten Menschen gebildet hat, die künftig trauernden Menschen zur Seite stehen wollen. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr können sich hier ab dem 4. September Menschen treffen, um ihre Trauer in Worte zu fassen und sich gegenseitig auf ihrem Weg, ein trauriges Kapitel in ihrem Leben zu bewältigen, unterstützen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Besuch der Oase für Trauernde ist kostenfrei.
