Allgemeine Berichte | 07.02.2014

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Akteuren mit Kooperations- vereinbarungen gut vernetzt

Kreis MYK. Vor über einem Jahr haben die Kreisverwaltung und das Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz mit den Migrationsdiensten der Region (Caritas Verband Koblenz, Caritas Rhein-Mosel-Ahr und AWO Rheinland) untereinander Kooperationsvereinbarungen zur Integration von Zuwanderern geschlossen. Jetzt wurden erste Ergebnisse auf den Tisch gelegt und die Zusammenarbeit des vergangenen Jahres evaluiert. Alle Partner sehen die Kooperationsvereinbarungen als Erfolg, wollen daran festhalten und bestehende Strukturen weiter optimieren.

Ausgangssituation

Landrat Dr. Alexander Saftig schildert die Ausgangssituation: „Der Landkreis Mayen-Koblenz hat rund 211.000 Einwohner, 10.000 von ihnen haben keinen deutschen Pass - weitaus mehr haben einen Migrationshintergrund. Uns ist es wichtig, diese Menschen bei ihrer Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen.“ Die Idee, Integrationsarbeit im Landkreis systematisch und gezielt zu verfolgen wurde bereits 2009 geboren. Zwei Jahre später stellte der Landkreis Mayen-Koblenz sein Integrationskonzept vor. Die daran beteiligten Arbeitsgruppen machten deutlich, dass eine bessere Vernetzung zwischen Behörden und Fachdiensten die Integrationsprozesse verbessern könnte. Gisela Bernert, Integrationsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, erklärt: „Unser erklärtes Ziel ist es, dass wir Zuwanderer frühzeitig und individuell bei der gesellschaftlichen Integration unterstützen. Es ist wichtig, dass sich alle an der Integration von Migranten beteiligten Stellen austauschen. So können wir die vorhandenen Organisationsstrukturen effizienter gestalten.“

Landkreis, Jobcenter und die die Migrationsdienste der Region schlossen untereinander Kooperationsvereinbarungen. Kerninhalt dieser Vereinbarungen ist, dass sich die Partner über Angebote, Ansprechpartner und Verfahrensabläufe unterrichten. Bei Besuchen der Berater der Migrationsdienste in den Teams des Jobcenters konnten Einblicke in die tägliche Arbeit und Aufgaben des anderen gewonnen werden. Die Migrationsdienste informieren regelmäßig die Kreisverwaltung und Jobcenter über aktuelle Beratungsangebote und stellen Informationsmaterial zur Verfügung. Damit kann bereits an dieser ersten Anlaufstelle kompetente Unterstützung geboten werden.

Erfahrungen zusammen getragen

Die Kooperationspartner trugen nun ihre Erfahrungen des vergangenen Jahres zusammen und zogen durchweg eine positive Bilanz. Alle waren sich einig, dass gezielte Unterstützung nur funktioniert, wenn man sich regelmäßig abstimmt und so gemeinsame Fördermöglichkeiten entwickelt. Es geht darum, gute Ansätze aufzuzeigen, aber auch Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Gisela Bernert sieht vor allem positive Effekte für die Migranten: „Wir wurden beispielsweise in unserer Ansicht bestätigt, dass der Sprachkompetenz eine ganz zentrale Bedeutung zukommt. Deshalb kann mit gezielten Angeboten das Erlernen deutscher Sprache über die Grundkenntnisse hinaus, bereits heute schon vom Jobcenter gefördert werden. Ein Migrant, der sich klar, fließend und ausführlich äußern kann, hat sehr gute Chancen auf einen Berufseinstieg. Wir müssen möglichst vielen Menschen eine gute Basis für den Berufseinstieg ermöglichen, denn die berufliche Eingliederung des Zuwanderers hat eine Schlüsselfunktion für die gelungene gesellschaftliche Integration.“ Die vereinbarte Übermittlung von persönlichen Daten durch die Ausländerbehörde an die Migrationsdienste, sofern der Neuzuwanderer dem Datenaustausch zugestimmt hat, wird ebenfalls als gutes Instrument bewertet. Damit könne schnellst möglich in die Beratung eingestiegen werden. Man möchte bestehende Strukturen weiter ausbauen und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen zuschneidern. So steht zukünftig insbesondere die Verbesserung der Eingliederungschancen für jugendliche Zuwanderer auf dem Programm. Auch gemeinsame Veranstaltungen und Weiterbildungen sollen bald folgen. Für Gisela Bernert steht fest: „Wir sind auf einem guten Weg. Was zunächst als Projekt startete, hat sich etabliert. Auch andere Kommunen haben mittlerweile nach unserem Vorbild Kooperationen zwischen den Migrationsdiensten und den Behörden geschlossen.“

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Mayen-Koblenz

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