Im Feuerwehrhaus Nörtershausen ist ein mobiler Defibrillator stationiert
„Beim Herzinfarkt zählen Minuten“
Nörtershausen. In Nörtershausen ist seit Kurzem ein mobiler Defibrillator für den Einsatz bei Herznotfällen stationiert. RWE Deutschland hat das Gerät gesponsert, das auch medizinische Laien bedienen können. Zu finden ist der elektronische Ersthelfer ab sofort in einer speziellen Vitrine bei der Feuerwehr im Gerätehaus in der Hauptstraße.
Bruno Seibeld, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Untermosel: „Bei Herzinfarkt zählen Minuten, schnelle Hilfe kann hier lebensrettend sein. Gerade für die Orte, die weiter von der Infrastruktur entfernt sind, ist diese Vorrichtung wichtig. Mit dem Defibrillator kann die Feuerwehr eine erweiterte Sanitätsausbildung bieten.“
Ortsbürgermeister Charly Emser betonte, dass es wichtig sei, in der Gemeinde einen Defibrillator zu haben. „Wir planen eine Information und Ausbildung für alle Bürger.“
Auch von Laien einsetzbar
Der Defibrillator kann von Laien ohne Probleme eingesetzt werden. Er gibt nach dem Einschalten alle notwendigen Tätigkeiten akustisch klar und unmissverständlich vor. Er überprüft eigenständig die Herzfrequenz und beendet bei Bedarf eigenständig durch gezielte Stromstöße Unregelmäßigkeiten wie Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern. Das Gerät ist so konzipiert, dass kein Schaden verursacht werden kann. Ein Elektroschock wird nur abgegeben, wenn tatsächlich ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegt.
Die Vitrine, in dem der Defibrillator aufbewahrt wird, hat eine Besonderheit: Sobald die Tür geöffnet wird, um den Defibrillator zu entnehmen, ertönt automatisch ein akustisches Signal, das die Entnahme ankündigt. So werden weitere Helfer auf den Notfall aufmerksam gemacht.
Ein Defibrillator im Feuerwehrgerätehaus sorgt für mehr Sicherheit in Nörtershausen: Michael Dötsch, RWE Deutschland (l.), übergab das Gerät im Beisein von Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld (2.v.l.) an die Freiwillige Feuerwehr Nörtershausen. Mit dabei auch Ortsbürgermeister Charly Emser (2.v.r.).Foto: Privat
