Allgemeine Berichte | 13.02.2014

Prunksitzung der Kirmes- und Karnevalgesellschaft Kobern-Gondorf

„Da wackelte der Saal“

Der totgesagte Karneval lebt, die prinzlosen Zeiten sind nun endlich vorbei

Bürgermeister Michael Dötsch überreichte dem Prinzen die Ausschelle, damit er den richtigen Ton findet.EP

Kobern-Gondorf. „Wir beweisen heute Abend, dass der totgesagte Karneval in Kobern-Gondorf lebt!“ Mit diesen Worten eröffnete Thomas Breitbach, der durch die Prunksitzung führte, den närrischen Abend, zu dem die Kirmes- und Karnevalsgesellschaft 1909 e.V. in die Schlossberghalle eingeladen hatte. „Ich hoffe, wir kommen gut durch die Kampagne und haben viel Spaß.“ wünschte sich der Moderator. Auf der Bühne hatte der Elferrat Platz genommen, „wild ausgesucht“, mit junge Leut‘ und alte Leut‘, wie Thomas Breitbach erklärte. Und in der Mitte wartete ein Thron auf die Hauptperson des Abends: Prinz Daniel I. (Daniel Löhr). Vier Jahre war die Ki und Ka ohne Prinz, das letzte Prinzenpaar war Lothar und Bärbel Bläsing. Diesen dankte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Stier für ihre Unterstützung. Einen extragroßen Blumenstrauß bekam Bärbel Bläsing, die auch in diesem Jahr das Bühnenbild erstellt hatte.

Emotionale Zepterübergabe

Emotional war der Moment, als Prinz Daniel I. aus den Händen von Lothar und Bärbel Bläsing das Zepter erhielt. Kurz war die Rede des Prinzen, die Aufregung verschlug ihm die Sprache, was ihm die Närrinnen und Narren im Saal aber nicht verübelten. Daniel I. bekam die närrischen zehn Gebote mit auf den Weg. Eines davon lautet: „Bütze is Pflicht“. Außerdem erhielt er einen Koffer voller nützlicher Geschenke für das Durchhalten der Kampagne. Die Kobern-Gondorfer Möhnen gratulierten Daniel I. zur Proklamation genauso wie Ortsbürgermeister Michael Dötsch. Weiter ging es im Programm nach dem Motto „Lasst unsere Fasenacht nie untergehn, solange wir zusamme stehn!“ Traditionell musste der Bürgermeister den Rathausschlüssel an den närrischen Regenten abgeben. Michael  Dötsch überreichte dem Prinzen für die Zeit des Karnevals eine historische Ausschelle anstelle des Schlüssels und sagte: „Finde den richtigen Ton für deine Untertanen.“ Der Kirmes- und Karnevalsgesellschaft 1909 e.V. dankte er für die Aufrechterhaltung des Kobern-Gondorfer Karnevals.  Dann war die Bühne frei für die „Kleine Garde“. Fünf Mädchen schwangen Arme und Beine und wirbelten über die Bühne. Es folgte die erste Büttenrede des Abends: Lydia und Nils Schütt amüsierten als Mutter und Sohn. Sie hatten viel Lustiges zu erzählen. Die SVU-Showtanzformation entführte mit einer perfekten Choreografie in das Reich der Pharaonen. Zwei Funkenmariechen aus Bassenheim begeisterten mit ihrem Tanz, und die „Dancing Queens“ aus Treis brachten Stimmung von der Bühne in die Halle. Eine Augenweide war der Gardetanz der „Großen Ki und Ka Garde“. Deutlich war ihnen die Freude am Tanzen anzusehen. Köstlich war die Büttenrede der „Pänz“. Dahinter  verbargen sich zwei echte Koberner Jungs: Bastian Klasen und Michael Gries. Zwischenzeitlich waren die Regenten aus Treis und Löf  zu Besuch gekommen. Weitere Tanzvorführungen, unter anderem das „Männerballett“, rundeten das närrische Programm ab. Musikalisch Stimmung machte die Kölschband „Spontan“. Sie begeisterten das Publikum auf einem hohen Niveau. Die sechs Kobern-Gondorfer Bandmitglieder präsentierten Hits von berühmten Gruppen aus der kölschen Musikszene. Die Lieder, die vom „kölsche Lääve verzälle“ brachten den Saal zum Toben, die Begeisterung kannte keine Grenzen. Es war ein gelungener Auftakt der Kirmes- und Karnevalsgesellschaft Kobern-Gondorf 1909 e.V. in die närrische Zeit, und das Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Tolle Büttenreden begeisterten das Publikum.

Tolle Büttenreden begeisterten das Publikum.

Der Auftritt der großen Ki und Ka Garde war eine Augenweide.

Der Auftritt der großen Ki und Ka Garde war eine Augenweide.

Bürgermeister Michael Dötsch überreichte dem Prinzen die Ausschelle, damit er den richtigen Ton findet.Fotos: EP

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