Musikverein Löf präsentierte Musik-Wein-Kultur-Pur
Die Sonnenringhalle wurde zum Kinosaal
Löf. Der Saal in der Sonnenringhalle verdunkelte sich! Es hatte den Anschein: Jetzt beginnt der Film. Popcorn gefällig? Nein, denn Musik-Wein-Kultur-Pur stand auf dem Programm, unvergesslich präsentiert vom Musikverein Löf. Schon im Eingangsbereich wurde offensichtlich: Alles dreht sich um Filmmusik. Mit viel Liebe zum Detail, großem Aufwand und mit finanzieller Unterstützung vieler Sponsoren war die Sonnenringhalle zum Lichtspielhaus geworden. An diesem Wochenende hatten die Besucher gleich zweimal die Gelegenheit, die grandiosen Darbietungen der mehr als 60 Musikerinnen und Musiker und ihrem Dirigenten zu genießen. Das Konzert am Samstag war schon im Vorfeld ausverkauft und auch am Sonntag blieb kaum ein Stuhl unbesetzt. Zu Anfang wurden, begleitet von der Musik des bekannten amerikanischen Filmstudios 20th Century Fox, rechts und links der Bühne Filme zum Einstimmen gezeigt, kommentiert von der bekannten Stimme von Stefan Wilkening. Der aus Hatzenport stammende Schauspieler und Synchronsprecher hatte diese Aufgabe gern übernommen und somit den Musikverein aktiv unterstützt. Ein liebevoll kreierter Werbefilm machte auf den „Förderkreis des Musikverein Löf e.V.“ aufmerksam.
„Hier findest du den richtigen Ton“ lautete die Devise. Nach einführenden Worten des ersten Vorsitzenden Herbert Schunk, der sich bei den Sponsoren, beim Förderverein und der Verbandsgemeinde bedankte, übernahm Susi Schunk die Moderation und sagte: „Filmmusik ruft in uns Emotionen hervor!“ Die musikalische Leitung hatte Reinhard Lisecki, der mit viel Enthusiasmus und Freude das Orchester gekonnt dirigierte.
Sie spielten „Gonna fly now“ aus „Rocky“ und es folgte ein großartiges Medley „Hollywoods Milestones“. Die Musiker ließen vor dem geistigen Auge des Publikums die Filmszenen erstehen, eingeblendete Titelplakate, Fotos und Ausschnitte erinnerten zusätzlich. Bei der Musik zum „Weißen Hai“ spürte man das Kommen des Menschenfressers und bei „ET“ fühlte man sich dem kleinen, einsamen Wesen vom anderen Stern sehr nahe. Dramatische Stimmung vermittelte das Orchester beim „Boot“ und beeindruckte mit seiner Darbietung der imposanten Musik. Zusammen mit den gezeigten Szenen, bei denen Nebelschwaden in den Saal schwebten, schafften es die Musiker, bei dem einen oder anderen Besucher eine Gänsehaut hervorzurufen. Die musikalische Darstellung der Not der im U-Boot eingeschlossenen Männer, ihre fast aussichtslose Situation und die Freude über die Rückkehr brachten dem Musikverein Löf einen Extra-Applaus des Publikums. Zur Aufführung kamen noch viele weitere Filmmusiken der Kinogeschichte, zum Beispiel Romantisches aus „Vom Winde verweht“, Dramatisches aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, Märchenhaftes aus „Robin Hood“ und „Harry Potter“ und Actionreiches aus „Krieg der Sterne“. Große Gefühle erzeugten auch die Solosängerinnen Svenja Braun und Hannah Liesenfeld. „Gabriellas Song“, ein Lied aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“, wurde von Svenja Braun mit ihrer bezaubernden Stimme in schwedischer Sprache vorgetragen. Eine großartige Leistung war auch Hannah Liesenfelds Auftritt, die bei dem Stück „Moments for Morricone“ den Titel „Spiel mir das Lied vom Tod“ sang.
Der Musikverein Löf nahm das Konzert zum Anlass, verdiente Mitglieder zu ehren. Kreismusikleiter Andreas Weller vom Kreismusikverband Mayen-Koblenz sprach Ehrungen für fünfjährige und zehnjährige Zugehörigkeit aus. Jürgen Sommer, Ausbildungsleiter des Vereines, bekam die Ehrennadel und Urkunde für seine 30-jährige Tätigkeit. Von ihm stammte auch die Idee eines Jugendorchesters. Es war ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt und eine hervorragende Leistung, die der Musikverein Löf an diesem Wochenende im Rahmen der Erlebnistage „Sonnige Untermosel“ geboten hat.
Informationen über den Verein und den Förderkreis unter www.musikverein-loef.de.
Die Vereinsmitglieder zeigten ihre Freude über die Ehrungen.
