Eifelverein Untermosel in der Südeifel
Drei Tage Ferschweiler Plateau
Untermosel. Auf der diesjährigen Vereinsfahrt des Eifelvereins Untermosel verbrachten 34 Wanderer drei schöne Tage in und um Ferschweiler. Schmunzelnd wurden die zwei Tage Regenwetter zur Kenntnis genommen. Echte Wanderer schrecken auch 14 km in fast-Dauerregen nicht ab. So konnte ausreichend die Regenkleidung auf Dichtigkeit geprüft werden. Nach der Anreise mit dem Bus ging es nach dem Bezug der Zimmer im Hotel Eifeler Hof, auch gleich los. Bei wunderschönem Wetter lernten die Wanderer das Ferschweiler Plateau, eine ausgedehnte Hochebene aus Sandstein, kennen, an deren Ostrand die Teufelsschlucht liegt. Diese Felsspalte entstand gegen Ende der letzten Eiszeit infolge von Felsenstürzen, ausgelöst durch geologische und klimatische Bedingungen. Heute kann man durch eine beeindruckende und bizarre Felsenlandschaft mit steilen Felswänden und engen Spalten wandern. Ein Teil der Wandergruppe hatte nach der Teufelsschlucht noch Energie über und so wurden die Irreler Wasserfälle, im Tal, kurzfristig als weiteres Ziel der Wanderung hinzugefügt. Wer nach bergab zurück auf das Plateau zum Hotel wollte, musste zwangsläufig den Berg rauf. Oben stärkten sich die Wanderfreunde, am Ende ihrer ersten Wanderung, mit kühlen Getränken. Am zweiten Tag, nach dem Frühstück, trafen sich die Wanderer vor dem Hotel. Kaum waren alle da, fing es an zu regnen. Der Weg, ein Teil des weit ausgedehnten, ca 70 km langen, Wandernetzes des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks, führte als erstes am Luzienturm vorbei. Dieser war früher Teil der im spätgotischen Stil erbauten Kirche von Ferschweiler. Das Kirchenschiff wurde 1876/78 abgerissen. Entlang der Plateaukante mit ihrer eindrucksvollen Felsenlandschaft ging es über mehrere Kilometer vorbei am Jegerkreuz, wo Friedrich Anton Jeger bei Steinbrucharbeiten umkam, zur ersten Rast an den Schweineställen. Der Name der Schlucht beruht darauf, dass hier im Mittelalter Schweine mit Eicheln und Bucheckern gemästet wurden. Es folgte mit einer Führung durch das elegante, zweigeschossige barocke Schloss Weilerbach der Kulturteil. Danach folgten die Wanderer dem Weg bergauf, vorbei am Diana Denkmal, zum Teufelsloch, in welchem ein paar Wanderer vor dem Regen Unterschlupf gesucht hatten. Nach weiteren 1,5 km Regen wurde an einem trockenen Platz, in einer Hütte, Rast gemacht und die Entscheidung gefällt, auf dem schnellsten Weg zurück ins Hotel, zu gehen. Der Abend konnte in der hoteleigenen Grillhütte bei Steaks und Salaten ausklingen. Wer noch nicht müde war, ging zum Musikfest auf dem Dorfplatz, wo jede Menge Bands spielten. Der dritte und zugleich letzte Tag begann, wie der vorherige aufgehört hat. Mit Regen. Trotzdem ließen sich die Wanderer nicht davon abhalten, die vielen jungsteinzeitlichen und gallo-römischen Stätten zu besichtigen. Zur Mittagszeit durfte die nasse Truppe die Bänke, Tische und die Toilette im Garten der Schankweiler Klause benutzen. Eine Kapelle auf der Schankweiler Höhe wurde 1648 erstmals erwähnt. Die Jetzige entstand 1762/63. Über Wiesen und Feldwege ging es zurück zum Hotel, wo noch Zeit blieb, sich nach dem Auschecken mit einer Kleinigkeit zu stärken, bevor der Bus die Wanderer um 17 Uhr zurück an Mosel brachte.
