Allgemeine Berichte | 10.07.2014

Ausgezeichnete Weine, internationale Speisen und ein Zufall in Kattenes

Ein Wein- und Heimatfest der Superlative

Das „Flying Dinner“ war eine Meisterleistung der Küche und der vielen Helferinnen und Helfer.

Kattenes. Wieder einmal war es ein tolles Fest, das von der Katteneser Dorfgemeinschaft organisiert und durchgeführt wurde. Und wieder einmal zahlte sich der gemeinsame Einsatz aus! Der Auftakt des 49sten dreitägigen Wein- und Heimatfestes war eine „weltmeisterliche Weinprobe“, moderiert vom Kellermeister Alfred Christ aus Oberfell.

Die acht Weine der Verkostung wurden von ihm mit fundiertem Wissen kommentiert und gewürzt mit amüsanten Anekdoten und Sprüchen, wie „Auch jungen Wein und reifen Frauen, kann man sich ruhig anvertrauen!“ Die Weinkarte der weltmeisterlichen Weinprobe präsentierte Weine vom Weingut Gerlachs Mühle, Winzerhof Künster, Ferienweingut Leyendecker und Weingut Fries. Vom Katteneser Weingut Fries kamen auch die kulinarischen Genüsse des Abends.

Dafür hatte die Familie extra ihr eigenes Restaurant am Moselufer geschlossen. Es war eine Meisterleistung, acht verschiedene Gänge als „Flying dinner“ an circa 170 Gäste zu verteilen. Denn hinter dem Wort „weltmeisterlich“ verbargen sich acht typische Gerichte aus acht Ländern, die seit Beginn der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 1930 gesiegt hatten.

Kulinarisch Genüsse

Die kulinarischen Genüsse kamen in der Länderreihenfolge: Spanien, Deutschland, Argentinien, Uruguay, England, Brasilien, Frankreich und Italien. Mit Unterstützung vieler helfender, meist junger Hände, meisterte die Familie Fries diese Herausforderung mit Bravour. Dieter Bohn kommentierte alle Fußballereignisse. Dann passierte es: nach argentinischen Teigtaschen und vor einem kreolischen Hacksteak aus Uruguay kam der Zufall!

Rainer Zufall

Und zwar in Gestalt des „Kowelenzer Hejels“ Rainer Zufall. Der knallte den Gästen auch gleich seine Gags um die Ohren und wollte wissen: „Seid ihr good droff?“ Das war nicht schwer mit „ja“ zu beantworten. Zwischen Geschichten von „Tussies, Luder und Pänz“, ließ Rainer Zufall auch Sprüche los: „Kennt ihr zwei Gründe, Lehrer zu werden?“ Die Antwort gab er selbst: „Juli und August!“ Der Koblenzer, der wirklich durch Zufall zur Comedy kam, heizte die Stimmung ein und hatte die Brüller auf seiner Seite. Diesen Ausflug an die Mosel nutzte er auch, um auf „Hejels lustige Moselaner Tour“ aufmerksam zu machen. Mit dem Winninger „Moselaner“ informiert er bei der neunzig minütigen Tour über die Untermosel, bietet eine urige Weinprobe an und gibt zahlreiche „Hejeltipps“ (www.rainerzufall.com) Der zweite Auftritt von Rainer Zufall erfolgte nach brasilianischem Bohneneintopf und vor französischer Pastete. Getreu seinem Motto: „Wo ich bin is owe“, erklärte er mal kurz seine komplette „Zufall-Welt“. Alles in allem war dieser Eröffnungsabend sehr genussreich und sehr amüsant. „Don’t stop the party“ hieß es  am folgenden Abend. Diesem Aufruf folgten Hunderte Fans. Die Zeit war wieder einmal reif für „Sidewalk – Disco Rockerz“. Getreu nach dem Slogan „Irgendwann tanzen sie alle und irgendwann rocken sie alle“ präsentierten sie in ihrem Open Air Konzert Glamour, Rock und Clubkultur.

Beschaulicher Festsonntag

Dagegen beschaulich verlief der Festsonntag, der mit einer Heiligen Messe auf dem Festplatz begann. Im Anschluss brachte das Generationsfest Jung und Alt beim gemeinsamen Mittagessen zusammen. Während des Familiennachmittags bei Kaffee und Kuchen, unterhielt der Musikverein Löf musikalisch mit einem Platzkonzert. Die Band „Los Cuador“ machte abends noch einmal richtig Stimmung und verführte zum Tanzen. Damit endete das Wein- und Heimatfest, an dem drei Tage lang ausgelassen gefeiert wurde. Jetzt stellt sich die spannende Frage, was sich die Dorfgemeinschaft und ihr Vorsitzender Oliver Castenholz für das nächste Jahr einfallen lässt. An Ideen wird es den vier Katteneser Vereinen: St. Sebastianus Schützengilde 1888 e.V., Verein für Bewegungsspiele 1950 e.V., Verkehrsverein Kattenes und Möhnenverein Kattenes, nicht mangeln. Und gemeinsam schaffen sie alles, wie schon oft bewiesen.

Das „Flying Dinner“ war eine Meisterleistung der Küche und der vielen Helferinnen und Helfer.
Ein Wein- und Heimatfest der Superlative

Ein starkes Team, dass für Stimmung sorgte (von links) Oliver Castenholz, Alfred Christ und Dieter Bohn.

Das „Flying Dinner“ war eine Meisterleistung der Küche und der vielen Helferinnen und Helfer.

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