Superstimmung bei der närrischen Kirmessitzung in Burgen
Ein erstes „Helau“ in 52 Jahren
Ortsbürgermeister Richard Uhrmacher übergab Schlüssel und Gemeindekasse
Burgen. Es war ein lustiger, geselliger Abend mit einem randvollen, tollen Programm. Der Bürgersaal platzte aus allen Nähten. „Schuld“ daran war der Karnevalsverein Burgen 1961 e.V., denn er hatte zur närrischen Kirmessitzung eingeladen. Der Startschuss fiel, als der Sitzungspräsident Jakob Nollen die Närrinnen und Narren begrüßte. Dann zog der Elferrat ein und wurde gleich mit Orden bedacht. Elferrat in Burgen heißt: fünf Frauen und ein Mann. Also eher ein „Sechserrat.“ Unter Begleitung der Prinzengarde betraten das Prinzenpaar Ralf I. und Irene II. mit dem Kinderprinzen Max die Bühne. Ralf I. ist gebürtiger Oberhausener und eine Frohnatur. Das Showtalent lernte vor zwei Jahrzehnten seine Frau Prinzessin Irene II. kennen und lieben, und bald darauf die Schönheit des Ortes zu schätzen und zog nach Burgen. Aus dem Nachbarort Treis waren Bernhard I. und Petra I. gekommen, das Prinzenpaar des Karnevalsvereins Treis Spokus. Zu Gast war auch der Ehrenpräsident der KG Rot-Weiß Denklingen im Bergischen Land. Er hatte den weitesten Weg. Ehrenpräsident Köckerling hätte den Närrinnen und Narren fast „Alaaf“ zugerufen, konnte sich gerade noch auf das „Helau“ besinnen. „Es ist das erste Mal seit 52 Jahren, dass ich Helau rufe“, erklärte er. Der Sitzungspräsident begrüßte den Ortsbürgermeister Richard Uhrmacher und forderte ihn auf, zur Bühne zu kommen. Und dem blieb nichts anderes übrig: Nach altem Brauch musste er dem Prinzen Schlüssel und Gemeindekasse übergeben. Bevor die Prinzessin zugreifen konnte, griff der Prinz zu und kommentierte mit Blick auf seine Frau: „Ich bin Prinz, net mer sin Prinz!“ An Richard Uhrmacher gewandt sagte er: „Wir wissen, der Gemeindesäckel ist leer. Darum haben wir gespart.“ Nach dem an die Möhnen aus Burgen und Treis gerichtete Willkommen, endete der offizielle Teil mit einem Ehrentanz auf der Bühne zu den Klängen von „Oh Mosella“, gespielt von Manfred Rath. Dieser begleitete das Geschehen des Abends musikalisch. Das Abendprogramm begann mit den zwölf Minifunken. Die Kleinen begeisterten mit ihrem Tanz. Dass der Karnevalsverein Burgen keine Nachwuchsprobleme hat, zeigte auch der Auftritt der elfköpfigen Jugendshowtanzgruppe. Im Verlauf der närrischen Kirmessitzung reihte sich Büttenrede an Gesang und Tanz an Show. Für einen Höhepunkt sorgten die „Schdäifleda“. Sie machten Stimmung mit ihren Mundartliedern. Erst weit nach Mitternacht endete die Veranstaltung. Beim Finale stimmten alle in das „Burgener Lied“ ein. Es war eine tolle Leistung des Karnevalsvereins Burgen 1961 e.V., beim dem kein Auge und keine Kehle trocken blieb.
Pünktlich hieß der Sitzungspräsident Jakob Nollen die Gäste willkommen.
