Ausflug nach Klausen der kfd „St. Luzia“ Löf
Entspannte Halbtageswallfahrt
Löf. Bei der Ankunft in Klausen wurde die Gruppe der kfd Löf mit Glockengeläute freundlich empfangen. Dieses verstärkte das Bewusstsein, als pilgernde Gemeinschaft unterwegs zu sein. Der herzlichen Begrüßung durch einen jungen Pater folgte eine kurze Erklärung der Kirche. Vor dem Marienbildnis stellte die Löfer Gruppe ihre Kerzen auf und in einer Andacht wurden Bitten hoffnungsvoll vorgetragen mit dem Versprechen im Gebetstext: „Wir trauen gemeinsam dem Licht.“ Mit dem inbrünstigen Singen altbekannter Marienlieder wurde sich von der Andachtsstätte verabschiedet. Zuvor hatte man im Bus die Sage vom Wunderfässchen von Klausen gehört. Es wird erzählt, dass beim Bau des Gotteshauses ein kaum versiegendes Weinfässchen eine Rolle spielte, mit dem die Arbeiter ihren Durst stillen konnten. „Doch wer an ihr zu zweifeln wagt, dem kehrt sich ab die Gottesmagd“, so heißt es in der Sage. Als Erinnerung an die Begebenheit thront heute ein Weinfässchen auf der Kirchturmspitze. Auch hatte man im Eingangsbereich der Kirche das Bildrelief des Ritters Philipp von Esch betrachtet, der Kommholmich von Klausen. Das Berühren der Pluderhose von Philipp soll unverheirateten Frauen helfen, den Mann fürs Leben zu finden. Schon bei der Ankündigung im Bus kam prompt die Frage einer Dame über neunzig, wie lange das denn gilt, was zu allgemeinem Gelächter führte. Nach der Andacht kehrte die Gruppe im Café Maria Rast zu einer gemütlichen Kaffeerunde und munteren Gesprächen ein.
Der krönende Abschluss des sonnigen Nachmittages fand in Müden im Hotel Sewenig statt und war sehr entspannend, beziehungsweise ließ er fast ein Urlaubsgefühl bei Frau und Mann aufkommen.
Nahe der Heimat erklang dann zum Ende der Moselfahrt das Lied: „Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit“, und man merkte, dass es ehrlich gemeint war.
So wurde diese Halbtagesfahrt nach Klausen halb zu einer Wallfahrt und zur anderen Hälfte zur Vergnügungsfahrt, wobei das eine das andere sicherlich nicht ausschließt.
