Ein traditionelles Kirmeswochenende in Lehmen
„Fertisch, hebt an!“
Lehmen. Noch lag der Baum auf dem Razejunge-Platz, doch viele fleißige Hände waren bereit, ihn zu schmücken und auf zu richten. Denn er sollte weit sichtbar symbolisieren, dass in Lehmen die Sankt Kastor Kirmes gefeiert wird. Feuerwehr und Heimatverein übernahmen auch in diesem Jahr wieder das Schlagen und Aufstellen des Baumes. Dazu trafen sich die Männer am Morgen und fuhren gemeinsam in den Wald. „Es war wegen dem starken Wind sehr schwierig, den geeigneten Baum zu finden und zu fällen!“ kommentierte Manfred Becker später das Geschehen. „Sogar ein Keil und ein Axt-Stiel sind gebrochen.“ Manfred Becker organisiert schon seit mehr als drei Jahrzehnten das Aufstellen des Kirmesbaumes. Doch zuvor schmückten die Frauen des Heimatvereines den Baum und gaben ihm ein buntes Aussehen. Schnell wurden am Stamm noch die letzten vorstehenden Äste beseitigt. Dann wurde er aufgerichtet, traditionell mit Holzstangen und Seilen. Unter Manfred Beckers Kommando „Feritsch, hebt an“ brachten die Helfer den Kirmesbaum Stück für Stück in die richtige Position. Auf dem Programm des Kirmeswochenendes stand am Sonntagmorgen eine Heilige Messe, die Gefallenen Ehrung auf dem Friedhof und der Frühschoppen im Pfarrheim. Montags lud der Heimatverein zu einem traditionellen Frühschoppen mit Musik und großer Tombola ein. Zur Tradition gehört das Verlosen des Kirmesbaumes. Der Gewinner bekommt obendrauf noch 50 Euro vom Heimatverein. Damit finanziert er dann den Umtrunk beim Überbringen des Baumes. Gebracht wird das gute Stück schon am Mittwoch nach dem Kirmeswochenende. Für die Feuerwehr und den Heimatverein Lehmen steht fest, dass sie sich um den Fortbestand dieser Tradition keine Sorgen machen müssen, denn es gibt genügend Nachwuchs
Manfred Becker (Mitte) und seine Helfer hatten wegen des starken Windes Schwierigkeiten beim Fällen des Baumes.
