Ein schwungvoller Start zum 50. Jahr
„Happy Birthday Musikverein Löf“
Löf. Es war einmal ... eine Knabenblaskapelle, 1964 gegründet in Löf. Die Idee dazu hatte Willi Kastor. Zuerst eine rein männliche Angelegenheit, spielt seit 1970 auch das weibliche Geschlecht eine große musikalische Rolle. Heute, älter und reifer geworden, können die Mitglieder des Musikvereins Löf auf ein umfangreiches Repertoire von Musikstücken zugreifen und keine Musikrichtung „schreckt“ sie ab. In vielen Konzerten und bei Festivitäten spielen sie Musik, die unter die Haut geht. Jetzt blickt der MV Löf auf eine 50-jährige Vereinsgeschichte zurück. Ein Grund zu feiern! Und so gab das Orchester zwei Jubiläumsveranstaltungen „Musik-Wein-Kultur-pur“ in der Sonnenringhalle.
Hohe Qualität der Konzerte
Schon Wochen vor dem ersten Konzert waren für dieses alle Eintrittskarten ausverkauft. Die hohe Qualität ihrer Konzerte macht den Musikverein über die Grenzen ihres Ortes bekannt. Auch in diesem Jahr hatten sich die Organisatoren einiges einfallen lassen, um das Publikum unter dem Motto „Für Sie soll’s rote Rosen regnen“ zu begeistern. Die Sonnenringhalle hatte sich in einen Spiegelsaal verwandelt, der ein festliches Ambiente verströmte. Auf Leinwänden neben der Bühne erfuhren die Gäste Wissenswertes in Wort und Bild über die Entstehung des Vereines. Dazu informierte eine Fotoausstellung über 50 Jahre Musikverein. Seit der Gründerzeit mit dabei sind Herbert Schunk und Jürgen Sommer, die beide in die Geschicke des Vereines involviert sind. Für ihr Engagement wurden sie vom Landesmusikverband mit dem Goldenen Abzeichen geehrt.
Seit 13 Jahren ist Reinhard Lisecki der „Mann vor dem Orchester“. An diesem Abend zeigte er, dass er nicht nur dirigieren kann. Unter Beifall zogen die Musikerinnen und Musiker in den Saal und legten gleich mit Richard Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ los.
Geschichte des Vereins
Anschließend begrüßte der Vorsitzende Herbert Schunk die Gäste und erzählte über die Geschichte des Vereines. Er sieht die Zukunft positiv, denn: „Verein bedeutet – wir arbeiten vereint! Unser Zusammenhalt und Sponsoren sind der Garant für eine gute Zukunft!“ so seine Worte. Charmant und informativ war die Moderation von Susi Schunk, die durch ein Programm führte, das keine Sekunde langweilig war. Zu Gast waren auch die ehemaligen Dirigenten Kirsch, Jan Kokich und Frank Seliga. Kirsch dirigierte ein Stück von Manfred Schneider „High Society“ und Kokich das „Concerto d’amore“ von Jacob de Haan. Der „Lieblingstrommler“ von Franz Bummerl wurde von Frank Seliga und Daniel Meier mit solcher Leidenschaft gespielt, dass automatisch der Fuß ins Wippen kam. Auch Jürgen Sommer schlüpfte in die Rolle des Dirigenten. Der Ausbildungsleiter im MV Löf dirigierte den „Florentiner Marsch“.
Gelungenes Medley
Dann übernahm Reinhard Lisecke wieder das „Zepter“. Beim Medley von bekannten Melodien der „Comedian Harmonists“, unter anderem „Mein kleiner grüner Kaktus“, und Liedern von Herbert Grönemeyer konnte selbst der Dirigent nicht mehr stillstehen und jeder sang mit.
Ein Höhepunkt war auch diesmal der Auftritt von Svenja Braun. Obwohl das Singen nach ihrer Aussage nur ihr Hobby ist, singt sie wie ein Profi. Da blieb eine Gänsehaut nicht aus. Und als man dachte, das alles ist nicht mehr zu toppen, hieß es: „Germany 12 points.“ Da präsentierten sich Reinhard Lisecki als Roger Cicero, Hannah Liesenfeld als Lena Meyer-Landrut, Heinz Kölzer als Guildo Horn und Svenja Braun als Joy Fleming. Sie brillierten mit deutschen Beiträgen zum Eurovision Song Contest. „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ sang Svenja Braun zum Abschluss der Jubiläumsfeier, nach dem Motto des Abends „Für Sie soll’s rote Rosen regnen“. Und die regneten dann auch tatsächlich auf die Gäste herab. Das Publikum forderte Zugaben, die gerne gewährt wurden. Mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“, der heimlichen Hymne des Musikvereines, endete das Programm. Und wieder regnete es: diesmal goldene Zahlen, natürlich alles 50er. Wunderschön - es mag abgedroschen klingen - aber trifft genau auf die Darbietungen an der Geburtstagsfeier des MV Löf zu. Es machte sehr viel Spaß und war ein musikalischer Genuss. Alle Mitglieder des Orchesters zeigten, dass sie Musik im Blut und Leidenschaft für ihr Instrument haben. Die nächste Veranstaltung findet mit dem Kreismusikfest am 26. bis 28. September statt. Informationen unter www.musikverein-loef.de
Drei Musiker – seit 50 Jahren gemeinsam (v.l.) Jürgen Sommer, Willi Kastor, Herbert Schunk.
