Verein +/- 60 Aktiv Kobern-Gondorf
Jüdischen Friedhof besucht
Kobern-Gondorf. Eine Gruppe des Vereins +/- 60 Aktiv Kobern-Gondorf wurde vor der Synagoge in Koblenz-Rauental empfangen und bekam ausführliche Informationen zur Synagoge und dem Jüdischen Friedhof vermittelt. Es begann mit dem benötigten Tragen einer Kopfbedeckung der Männer.
Auf diesem Friedhofsgelände befindet sich in der ehemaligen Leichenhalle eine Synagoge. Diese Notlösung (entgegen üblichen Gebräuchen) war erforderlich, da die Synagoge in der Kristallnacht am 9. November 1938 zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Hilfe der französischen Besatzung diese Lösung gefunden.
Nach einer kurzen Einführung wurden die Einrichtung der Synagoge und hauptsächlich der Gebrauch und Ausstattung der Thorarollen (Gebetsrollen) und deren Benutzung erklärt. Das Schofar (gebogenes Horn eines Widders oder Antilope), das nur zu den hohen Feiertagen geblasen wird, wurde ebenfalls demonstriert.
Danach ging es gemeinsam auf den Friedhof. Der über 700 Jahre alte Friedhof beinhaltet viele Geheimnisse. Die Gräber sind schmucklos und werden nicht eingeebnet. Jüdische Grabsteine sind historische Dokumente mit teils rätselhaften Symbolen und Gedichten nach dem Motto: „Was wir bergen in den Särgen, es gehört der Zeit, was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit.“
