MSC Dreckenach
Kampf gegen die Zeit
Mike Wienand freute sich über Platz 32 - 15-jähriger Peter Anger auf Rang 47
Melz. Enduro hieß es auf dem Gelände vom SHC-Meltewitz beim Melz-Exdrähm. Auf einem Rundkurs von gut zehn Kilometern über Kies, Geröll sowie Felsen und künstliche Hindernisse kämpfte sich ein Startfeld von 110 Starten mit einer Zeitgrenze von drei Stunden durch das Gelände. Eine Runde durfte hier nur gefahren werden, was den hohen Anspruch der Strecke widerspiegelte. Es war abzusehen, dass nicht alle das Ziel erreichen würden, mangels Kondition und Fahrtechnik. Das Publikum durfte den Fahrern nicht helfen. Die Veranstalter hatten die komplette Strecke bis auf einen Steilhang als hilfefreie Zone ausgelegt. Die Fahrer unter sich haben einen starken Teamgeist bewiesen und starteten in Gruppen um sich in den schwersten Abschnitten gegenseitig zu unterstützen. An den Start gingen für den MSC Dreckenach Rainer Wallscheid, Mike Wienand, Tim Pagelsdorf und Youngster mit 15 Jahren Peter Anger. Peter Anger und Tim Pagelsdorf kämpften sich gemeinsam durch den Start. Leider trennten sich ihre Wege, da Tim Pagelsdorf am Wasserauffangbecken „ohne Wasser“ stürzte. Doch das Drama ging seinen Weg. Peter Anger versenkte sein Motorrad vollständig im darauf folgenden Wassertümpel. Eine halbe Stunde benötigte Peter Angers Vater, um seine Husaberg wieder ans Laufen zu bekommen. Verlorene Zeit, die ihm eine Platzierung unter den ersten 25 Fahrern kostete. 65 Fahrer erreichten das Ziel. Rainer Wallscheid war leider wegen technischer Probleme nicht dabei. Mike Wienand, der Beste unter den Dreckenachern mit Platz 32 in nur zwei Stunden, spielte hier seine langjährige Erfahrung aus. Peter Anger auf Platz 47 in einer Zeit von 2:20 Stunden. Eine beachtliche Leistung für sein erstes Extrem Enduro, gefolgt von Tim Pagelsdorf auf Platz 52 in einer Zeit von 2:30 Stunden. Sieger wurde der ehemalige Trialer Gerhard Forster - ein Oldie in der Szene mit 46 Jahren. Immer noch topfit, was die Fahrzeit von nur 52 Minuten deutlich zeigt. Im nächsten Jahr ist der MSC wieder dabei und es bleibt genügend Zeit für ausgiebiges Training.
