Erfolgreiche Streitschlichterausbildung an der Realschule plus Untermosel
Konflikte in der Schule durch Schüler effektiv klären
Kobern.Auseinandersetzungen und Streitereien zwischen Menschen sind unvermeidbar - besonders dann, wenn viele Menschen insbesondere Jugendliche und Kinder auf engem Raum zusammen sind, zum Beispiel an einer Schule. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen. An der Realschule plus Untermosel gibt es eine schülernahe Lösungsvariante. Ältere Schüler werden selbst in den Streitschlichtungsprozess mit einbezogen als sogenannte Mediatoren.
Bereits seit vielen Jahren gibt es das Konzept der Streitschlichter an der Realschule plus Untermosel. Die Schüler und die Klassenlehrer der Klassenstufe 7 schlagen 2-4 Schüler vor, die sich durch ihr Engagement und ihre Sozialkompetenz besonders für die Streitschlichtung eignen. Auch in diesem Schuljahr wurden insgesamt 16 Schüler der Klassenstufe 7 in einer fünftägigen Ausbildung geschult, Methoden der Mediation und Techniken der Gesprächsführung zu erlernen und ihre sozialkommunikativen Fähigkeiten auszubauen, damit sie im Streitfall den Beteiligten helfen können, eine zufriedenstellende Lösung zu finden.
Hierzu wurden viele Rollenspiele und Übungsgespräche durchgeführt und reflektiert und bei einer abschließenden Prüfung das Erlernte geprüft.
Jeweils zwei dieser Schüler werden sich nun während der großen Pausen an einem ausgewiesenen Platz auf dem Schulhof aufhalten und können bei Streitfällen angesprochen werden. Die Ratsuchenden erhalten dann unmittelbar einen Schlichtungstermin. Es können aber auch Schüler von Lehrern an die Streitschlichter verwiesen werden, wenn sich andeutet, dass das vorliegende Problem von den Streitschlichtern erfolgreich bearbeitet werden kann.
Durchgeführt und betreut wird dieses Projekt von den Lehrerinnen Frau Beeck und Frau Nikolic in Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter, Herr Kendel. Sie stehen den Streitschlichtern auch begleitend bei Problemen zur Seite und sorgen dafür, dass sich die Streitschlichter im Rahmen von Supervision und anderen Maßnahmen weiterentwickeln können. Erstmals finanziell unterstützt wurde das Projekt, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.
