Oberfell startete von Kontinent zu Kontinent
Mit närrischem Kompass in der Hand ins Fastnachtsland
Oberfell. „Olau, Alaaf, Alehopp und Helau, willkommen zur bunten Narrenschau!“ Auch in diesem Jahr hatte Uwe Rath, Vorsitzender der KGM Oberfell, mit viel Liebe zum Detail gedichtet und führte mit seinen Reimen die Narrenschar in eine närrische Reise um die Welt.
„In 111 Tagen um die Welt“
Das Motto des Oberfeller Karnevals heißt „In 111 Tagen um die Welt“, und so startete auch die Kappensitzung in der Mosella Halle. Passend zum Motto hatte sich der Elferrat kostümiert. Vertreten waren die Länder Indien, Österreich, Amerika, Karibik, Spanien, Hawaii, Russland und ……Bayern! „Länder, Menschen, Sensationen, wir werden Eure Lachmuskeln nicht schonen!“ Es schien mühelos, diesen Worten Taten folgen zu lassen. Das tolle Programm auf hohem Niveau ließ keine närrischen Wünsche offen. Zunächst galt es, der krankheitsbedingt abwesenden Obermöhn Maria I. gute Besserung zu wünschen. Mit einem gemeinsamen „Heile, heile Gänsje“ machten sich die guten Wünsche auf den Weg.
Tanzauftritte und Vorträge
Die Narrenschar wurde auf Trab gehalten, Tanzauftritte und Vorträge wechselten sich ab. Langeweile war an diesem Abend ein Fremdwort. Jeder Auftritt wurde vom Sitzungspräsidenten Uwe Rath in Reimen kommentiert. Jürgen Sabel trat als Bischof Tebartz van Elst auf und wurde mit folgenden Worten angekündigt: „Der nächste passt wirklich gut nach Oberfell, denn hier ist ja auch alles schöner, teurer, größer…gell!“ Grund genug für den närrischen Bischof seinen Sitz nach Oberfell zu verlegen, denn: „Die Oberfeller kenne keine Neid, die hann selber genuch!“ Der erste Vorsitzende der KGM, Julius Schweisthal, war der „Heimatdichter“, von ihm sagte Uwe Rath: „Er wird ein Feuerwerk entfache, da diet ein jeder driewer lache!“ Und es kam genau so, mit seinen perfekten Reimen, teils auf Platt, brachte Julius Schweisthal die Narren zum Toben. Auch hier nahmen sich die Oberfeller auf die „Schippe“. Anlass unter anderem: die metallenen Kunstwerke auf dem Bleidenberg. Köstlich waren die Fragen von Nicolas Endries: „Mama, Papa hat gesagt….“, auf die seine Mutter Nicole antworten musste.
„Highway to hell“
Auf dem „Highway to hell“ tanzte die große Garde der KGM, einstudiert von Katharina Deisen und Maren Probst, und rockten den Saal. Die Showtanzgruppe „Black & White“ der KG „Immer fröhlich“ aus Löf, präsentierte mit einem herausragenden Auftritt einen „Maskenball im Wandel der Zeit“. Die anstehende Bürgermeisterwahl thematisierten Eugen Thelen und Horst Fischer in ihrem Vortrag „Der Bürgermeisterkandidat“. Da blieb kein Auge trocken. Auch das fehlende Engagement in Sachen Karneval kam zur Sprache: „Net schenne, dat immer nur die selwe Leit off der Bühne stinn! Im nächsten Jahr kimmt ihr all och mohl hei owe hin!“
Tolles närrisches Treiben
Beim Oberfeller Roulette hieß es „nix gieht mieh“. Und das Glücksrad drehte sich, heraus kam Lokales nach Zahlen. Das war eine tolle, sehr amüsante Idee, von sechs Oberfeller Damen präsentiert, wobei sich nicht nur das Glücksrad drehte. Da hieß es für die Gecken: aufpassen! Jeder konnte bei den Nachrichten aus Oberfell gemeint sein. Es gäbe noch viel über dieses tolle, abwechslungsreiche Event zu berichten, dass für unbeschwerte Stunden sorgte. Nach dem närrischen Treiben der Möhnen am Schwerdonnerstag geht es weiter mit dem Kinderkarneval am Samstag und dem großen Umzug am Karnevalssonntag. Denn die Oberfeller trotzen Stürmen und lassen sich von heraufbeschworenen Krisen, den Karneval nicht vermiesen (frei nach Uwe Rath).
