Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf
Pilgerwanderung
Kobern-Gondorf. Alle Jahre wieder - das zum 25. Mal - pilgert die Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf nach Trier zum Apostelgrab des Heiligen Matthias. Diesmal war es in der Zeit vom 2. bis 4. Mai. Früh morgens nach einem gemeinsamen Gebet machten sich 78 Pilger, gut gerüstet für einen Dreitagemarsch, auf den Weg. Erste Rast in Hatzenport, wo traditionsgemäß Familie Albrecht Gietzen alle freundlich empfängt und ihren Winzerhof zur Verfügung stellt. Eine Mittagspause in Treis, dann noch zwölf Kilometer bis Cochem, bevor es per Zug nach Bullay geht. Der steile Anstieg zur Marienburg lässt doch die Anstrengungen der bereits gelaufenen 38 Kilometer erkennen. Nach einer Andacht in der Kapelle, gutem Essen und Körperpflege, freut sich jeder auf das abendliche Zusammensein mit Gesprächen, Vorträgen und Gesang.
Der zweite Tag
Der 2. Tag fasziniert vor allem die Erstpilger mit seiner landschaftlichen Schönheit. Es geht von der Marienburg über den Moselhöhenweg zum Reiler Hals, weiter in Richtung Kröv nach Ürzig. Hier ist Mittagsrast, bevor ein Bus alle nach Osann bringt. Zu Fuß führt der Weg hinauf nach Klausen, wo als Höhepunkt des Tages eine Pilgermesse gehalten wird. Im Anschluss geht es per Bus wiederum zur Marienburg.
Der dritte Tag
Am 3. Tag werden nochmals alle Reserven aktiviert. Eine lange Strecke von etwa 32 Kilometern, führt von Rivenich, wo der Tag mit einer Morgenandacht beginnt, bis zur Matthiasbasilika. Zwischendurch die Pausen in Schweich und Ehrang nutzt jeder nochmals, um Kraft zu sammeln das Ziel, die Matthiasbasilika, zu erreichen. Der Empfang durch den Pilgerpater, der Einzug bei Glockengeläut und Orgelspiel in die Kirche zum Apostelgrab lassen alle Anstrengungen der letzten Tage vergessen. Alle haben es geschafft, dankbar und freudig. In diesem Jahr galt es ein Jubiläum zu feiern: Seit 25 Jahren pilgern Hans-Josef Koggel, Gründer der Bruderschaft und über 20 Jahre der Erste Brudermeister, ebenso Edwin Pohlen, stellvertretender Brudermeister, Anita Pohlen, Schatzmeisterin, nach Trier. Sie wurden durch den Pilgerpater Hubert besonders geehrt sowie Pilger, die 10, 15, 20 Jahre dabei sind. Zu all dem muss ganz besonders erwähnt werden: Die gute Betreuung unterwegs. Hierfür sorgen seit über zwei Jahrzehnten die Familien Pohlen und Schoor. Ob Gepäcktransport, Frühstücks- oder Kaffeepausen, sie sind stets zur Stelle, helfen jedermann wo immer es gilt. Die Pilger sind sehr dankbar und wissen es zu schätzen. Der Weg ist das Ziel! Vielfältig sind die Erfahrungen jedes einzelnen. Die Gebete, Gespräche, Meditation in freier Natur geben Kraft , Freude, Zuversicht. Jedes Jahr eine neue Erfahrung mit sich selbst und der Gemeinschaft macht Vorfreude auf die nächste Pilgerschaft in 2014 vom 24. bis 26 April.
