Allgemeine Berichte | 07.08.2014

Eifelverein Untermosel

Schöne Vereinsfahrt in die Südeifel

Drei Tage verbrachten die Teilnehmer am Ferschweiler Plateau.Verena Hutsch

Untermosel. Auf der diesjährigen Vereinsfahrt des Eifelvereins Untermosel verbrachten 34 Wanderer drei schöne Tage in und um Ferschweiler. Mit einem „seit Neroth scheint ein „Regenfluch“ auf den Drei-Tages-Fahrten des Vereins zu liegen“ wurden schmunzelnd die zwei Tage Regenwetter zur Kenntnis genommen. Echte Wanderer schrecken auch 14 Kilometer in Fast-Dauerregen nicht ab. So konnte ausreichend die Regenkleidung auf Dichtigkeit geprüft werden.

Nach der Anreise mit dem Bus, wobei einige sehr schmale Straßen in der Region getestet und umfahren wurden, ging es, nach dem Bezug der Zimmer im Hotel Eifeler Hof, auch gleich los. Bei wunderschönem Wetter lernten die Wanderer das Ferschweiler Plateau, eine ausgedehnte Hochebene aus Sandstein, kennen, an deren Ostrand die Teufelsschlucht liegt. Diese circa ein bis fünf Meter breite Felsspalte entstand gegen Ende der letzten Eiszeit infolge von Felsenstürzen, ausgelöst durch geologische und klimatische Bedingungen. Heute kann man durch eine beeindruckende und bizarre Felsenlandschaft mit steilen Felswänden und engen Spalten wandern. Hier lernten die Wanderer auch, was eine Wabenverwitterung ist. Ein Teil der Wandergruppe hatte nach der Teufelsschlucht noch Energie über und so wurden die Irreler Wasserfälle im Tal kurzfristig als weiteres Ziel der Wanderung hinzugefügt. Wer nach bergab zurück auf das Plateau zum Hotel wollte, musste zwangsläufig den Berg rauf. Oben stärkten sich die Wanderfreunde am Ende ihrer ersten Wanderung mit kühlen Getränken.

Am zweiten Tag, nach dem Frühstück, trafen sich die Wanderer vor dem Hotel. Kaum waren alle da, fing es an zu regnen. Der heutige Weg, ein Teil des weit ausgedehnten, ca 70 km langen, Wandernetzes des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks, führte zuerst am Luzienturm vorbei. Dieser war früher Teil der im spätgotischen Stil erbauten Kirche von Ferschweiler. Das Kirchenschiff wurde 1876/78 abgerissen. Entlang der Plateaukante mit ihrer eindrucksvollen Felsenlandschaft ging es über mehrere Kilometer vorbei am Jegerkreuz, wo Friedrich Anton Jeger bei Steinbrucharbeiten umkam, zur ersten Rast an den Schweineställen. Der Name der Schlucht beruht darauf, dass hier im Mittelalter Schweine mit Eicheln und Bucheckern gemästet wurden. Nach den Schweinen folgte mit einer Führung durch das elegante, zweigeschossige barocke Schloss Weilerbach der Kulturteil. Danach folgten die Wanderer dem Weg bergauf, vorbei am Diana-Denkmal zum Teufelsloch, in welchem ein paar Wanderer vor dem Regen Unterschlupf gesucht hatten. Nach weiteren eineinhalb Kilometern im Regen wurde in einer Hütte Rast gemacht. Hier fiel die Entscheidung, auf dem schnellsten Weg zurück ins Hotel zu gehen. Auf diesem Rückweg fiel wieder die sehr unterschiedliche Bezeichnung der Wege auf. Laut Karte wollten die Vereinsmitglieder dem Weg 25 folgen, an den Bäumen stand eine 6 und ein Dreieck. Dank guter Vorarbeit war die Tour schon am Computer erarbeitet worden und so kam man GPS-gestützt durch den Schilderwald. Nach einer warmen Dusche und in trockenen Kleidern konnte der Abend in der hoteleigenen Grillhütte bei Steaks und Salaten ausklingen. Wer noch nicht müde war, ging zum Musikfest auf dem Dorfplatz, wo jede Menge Bands spielten.

Der letzte Tag begann wieder mit Regen. Trotzdem ließen sich die Wanderer nicht davon abhalten, die jungsteinzeitlichen und gallo-römischen Stätten zu besichtigen.

Da wären die Kisten und Plattengräber, eine gallo-römische Begräbnisstätte aus dem 2. Jh. nach Chr., die Kiesgräber, der Druidenstein oder das Fraubillenkreuz, das während der Missionierung aus einem Menhire oder Langstein zum Kreuz umgeformt wurde, oder die Quelle „Hungerborn“, die laut Volksmund nur alle sieben Jahre fließt. Zur Mittagszeit durfte die nasse Truppe Bänke, Tische und Toilette im Garten der Schankweiler Klause benutzen. Eine Kapelle auf der Schankweiler Höhe wurde 1648 erstmals erwähnt, die jetzige entstand 1762/63. Über Wiesen und Feldweg ging es zurück zum Hotel, wo noch Zeit blieb, sich nach dem Auschecken zu stärken, bevor der Bus die Wanderer zurück an Mosel brachte.

Drei Tage verbrachten die Teilnehmer am Ferschweiler Plateau.Foto: Verena Hutsch

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