Politik | 04.07.2014

Die Sanierung des Nürburgrings schreitet voran

Umfassende Restrukturierung ermöglicht Neustart

Personalabbau bleibt wesentlich unter den Prognosen - Verschlankung der Unternehmensstruktur und Optimierung von Prozessabläufen - Weiterentwicklung des Geschäftsmodells mit bestehender Mannschaft - Umsatzsteigerung für 2015 und Folgejahre angestrebt- - ring°card wird als Zahlungsmittel eingestellt - Eifeldorf „Grüne Hölle“ schließt bis auf das 3-Sterne Hotel zum 01.11.2014

Nürburgring. Die Sanierung des Nürburgrings schreitet voran. Auf einer Betriebsversammlung haben die Geschäftsführer der capricorn NÜRBURGRING GmbH (CNG) und der Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH (NBG) den Mitarbeitern das zukünftige Personal- und Restrukturierungskonzept vorgestellt. Im Kern wird die gesamte Unternehmensstruktur durch die Implementierung einer flachen Hierarchie-Ebene, die Neuausrichtung des Vertriebes und eine Verbesserung interner Organisationsabläufe neu umgesetzt. Im Wesentlichen sind Personalanpassungsmaßnahmen durch Veränderungen im Bereich ring°card und der Schließung des Eifeldorfs „Grüne Hölle“ erforderlich. Der vorgesehene Personalabbau von insgesamt nur 44 Mitarbeitern erfolgt moderat und sozialverträglich. Damit liegt er deutlich unter den ursprünglichen Prognosen. Da in den vergangenen Monaten durch Fluktuation und Umbesetzungen bereits mit 35 Mitarbeitern einvernehmliche Regelungen erzielt worden sind, müssen jetzt noch 9 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. „Wir haben in sehr konstruktiven Gesprächen mit der Geschäftsführung und den Gewerkschaften einen ausgewogenen Sozialplan abgeschlossen. Nun werden wir zeitnah über einen Interessenausgleich für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhandeln, damit diese optimal sozial abgefedert werden“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Heinz Hoffmann. ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland bewertet das Verhandlungsergebnis ebenfalls überwiegend positiv. Verhandlungsführer Jürgen Jung: „Der beste Sozialplan ist immer eine Notlösung. Besser wäre es, wenn wir keinen bräuchten. Aber nach Lage der Dinge wurde das Optimum erreicht und den entscheidenden Anteil haben unsere Mitglieder daran. Da ist es nur fair, wenn Ihre Zukunft besonders abgesichert wird“.

Zukünftig werden 253 Mitarbeiter von ursprünglich 297 Mitarbeitern zum Beginn des Jahres 2014 am Nürburgring weiter beschäftigt, davon 98 Mitarbeiter in den Hotelbetrieben. Die Hotels haben bereits 8 Mitarbeiter des Eifeldorfs übernommen. „Ich bin davon überzeugt, dass die organisatorische und strukturelle Neuaufstellung den Nürburgring weiter auf Erfolgskurs bringt. Mein Ziel ist es - und dafür stehe ich ein, gemeinsam mit der bestehenden Mannschaft das neue Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und die Basis für das zukünftige Wachstum des Nürburgrings zu schaffen,“ sagt Carsten Schumacher, Geschäftsführer der CNG und der NBG. In den kommenden Jahren werde eine sukzessive Umsatzsteigerung angestrebt.

Optimierung der Unternehmensstruktur und der Prozessabläufe

Zukünftig wird es eine dreistufige Hierarchie von der Geschäftsführung über die Abteilungsleiter bis hin zu den Teamleitern geben. Die Bereichsleiterebene entfällt komplett. Durch die flachere Hierarchie werden eine größere Eigenverantwortung ermöglicht und schnelle sowie effiziente Kommunikations- und Entscheidungswege eingeführt. Mit der neuen Vertriebsorganisation werden die Vertriebsaktivitäten in einem Bereich zentralisiert. Die Zahlungsfunktion der ring°card wird eingestellt. Damit ist die ring°card künftig nur noch ein reines Zutrittsmedium für die Tribünen und andere Veranstaltungsstätten des Nürburgrings und ein wesentlicher Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Das Eifeldorf ‚Grüne Hölle’ wird bis auf das 3-Sterne Lindner Hotel zum 01.11.2014 geschlossen. Bis dahin werden einzelne Restaurants und Bewirtungseinrichtungen im Eifeldorf ‚Grüne Hölle’ bei Großveranstaltungen zeitweise geöffnet. Das 3-Sterne Lindner Hotel bleibt im Eifeldorf „Grüne Hölle“ weiterhin bestehen und bietet einen Frühstücksservice an.

Neuabschluss Tarifvertrag

Der zwischen der NBG und ver.di abgeschlossene Tarifvertrag vom 26.07.2013 wurde einvernehmlich zwischen den Parteien aufgehoben. Gleichzeitig haben die NBG und ver.di einen neuen auf die aktuelle Situation am Nürburgring angepassten Tarifvertrag mit Wirkung bis zum 31.12.2016 abgeschlossen. Dies ermöglicht einen unbelasteten und ausgewogenen Neustart in der Zusammenarbeit und liegt somit im wohlverstandenen Interesse aller Beteiligten.

Entwicklung neuer Veranstaltungsmodelle

Gegenwärtig verhandelt die CNG mit Veranstaltern über neue Verträge für die nächsten Jahre und entwickelt neue Veranstaltungsmodelle, um den Nürburgring zukünftig noch internationaler auszurichten.

Pressemitteilung der

capricorn NÜRBURGRING GmbH und der Nürburgring

Betriebsgesellschaft GmbH

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