Kath. Frauengemeinschaft „St. Luzia“ Löf führt Maiandacht durch
Vereine halten gemeinsam die Tradition der Maiandacht hoch
Löf. Der Monat Mai gilt traditionell als der Marienmonat, besonders deutlich wird das auch an den zahlreichen Maiandachten, die Ende des 18. Jahrhunderts erstmals in Italien stattfanden. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Frömmigkeitsform und ist auch hier in der Region ein fester Bestandteil der Gottesdienste geworden. Die Mariensymbolik im Mai ergibt sich aus dem farbenreichen Aufblühen der Natur in diesen Wochen. Als erste und schönste Blüte der Erlösung gilt im katholischen Glauben die Gottesmutter Maria.
Ist die Maiandacht in ihrer früheren Gestaltung nun ein Auslaufmodell oder kann ein neuer Zugang zu dieser speziellen Andachtsform gewonnen werden?
Seit einigen Jahren schon versucht die katholische Frauengemeinschaft Löf, eine neue Form der Maiandacht zu finden, wobei in bestimmten Themen das vorbildhafte und menschliche von Maria herausgestellt wird. Diesmal hatte die Frauengemeinschaft am ersten Donnerstag im Mai zu einer feierlichen Marienandacht in die St. Luziakirche in Löf eingeladen. Die Andacht stand unter dem Gedanken „Maria, offen für das Leben“ und wurde vom Männergesangverein Löf mit vier Liedbeiträgen musikalisch umrahmt. Das „Ave Maria, du bist voll der Gnaden“, wurde eigens für diese Maiandacht von Chorleiter Patrick Nikolay arrangiert. „Im Maien hebt die Schöpfung an, zu blühen und zu singen“, so wurde ein altes Marienlied zu Beginn inbrünstig gesungen und die ausgeteilten Gänseblümchen am Eingang der Kirche dienten in einer Meditation, als Sinnbild für Maria. Gemeindereferentin Luise Müller-Isselstein hat in ihrer Ansprache Maria als eine Frau in der heutigen Zeit, ganz offen sprechen lassen.
Im Anschluss an die Andacht trafen sich die Teilnehmer zum Gesprächsaustausch und kleinem Imbiss im Pfarrheim Löf.
Somit konnte eine schöne Tradition, im Maimonat, Maria als die Mutter Jesu zu ehren und um Fürsprache anzuflehen, gepflegt und der reiche Schatz der Spiritualität bewusst gemacht werden. Das Leitungsteam der Frauengemeinschaft möchte dieses Brauchtum der Marienverehrung und sei es auch mitten in der Woche, gerne für die Zukunft beibehalten.
