Gedankenaustausch zur Familienpolitik
Vereint für höhere Mütterrenten
Familienbund im Bistum Trier und Frauen-Union Mayen-Koblenz trafen sich
Lehmen. Für eine bessere Anerkennung von Familienarbeit und insbesondere von Erziehungsleistungen sprachen sich jüngst der Familienbund der Katholiken im Bistum Trier und die Frauen-Union im Kreis Mayen-Koblenz aus. Anlässlich eines Gedankenaustausches zur Familienpolitik hatten sich die Vorstände der beiden Organisationen in Lehmen an der Mosel getroffen.
Einigkeit bestand darin, dass Familien unverzichtbare Leistungen für die Gesellschaft erbringen und insoweit Anspruch auf einen gerechten Lastenausgleich durch den Staat hätten. Beispielhaft diskutierte man die Benachteiligung von Frauen, die für die Erziehung ihrer Kinder oder die Pflege von Angehörigen keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Sowohl in der Renten- aber auch in der Pflegeversicherung würden ihre Leistungen nicht ausreichend anerkannt.
Angesichts der aktuellen politischen Diskussion zum Für und Wider einer Zuschussrente fordern der Familienbund und die Frauen Union daher höhere Renten für Mütter und als lange überfälliges Erfordernis nun auch den Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, zukünftig wie den jüngeren Müttern drei Rentenpunkte je Kind gutzuschreiben. Dies würde auch der aktuell im Zusammenhang mit dem Modell einer Zuschussrente thematisierten drohenden Altersarmut besonders von Frauen entgegentreten und zu mehr Rentengerechtigkeit führen.
Ebenso diskutierten die beiden Vorstände anhand der in den Medien heftig ausgetragenen Kontroverse zum Betreuungsgeld und der geplanten Einführung einer Großelternzeit weitergehende Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zum Abschluss des Gespräches übereichte die Vorsitzende des Familienbund, Hildegard Weber, den Damen der Frauen-Union Exemplare der agenda-familie, einer Sammlung gebundener Broschüren zur Programmatik des Familienbundes der Katholiken.
Pressemitteilung Familienbund
der Katholiken im Bistum Trier
