Stadtrat Rheinbach verabschiedet gemeinsamen Antrag
Der Zustand auf der Voreifelbahn muss dringend und schnell verbessert werden
Nach der Fahrplanumstellung wurde alles schlimmer - Langfristig soll die Strecke elektrifiziert werden
Rheinbach. „Hierin sind sich alle Ratsfraktionen einig: Der bestehende Zustand im ÖPNV muss dringend verbessert und kurzfristig zumindest wieder auf den Stand vor der Fahrplanumstellung gebracht werden.“, das forderte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rheinbacher Stadtrat, Ute Krupp, bei der jüngsten Stadtratssitzung. Auf Initiative ihrer Fraktion hatte der Rheinbacher Stadtrat einstimmig einen gemeinsamen Antrag zum Thema „Bahnverkehr der S 23“ verabschiedet. Langfristig werde eine Elektrifizierung der Strecke angestrebt, was einen echten S-Bahn-Verkehr ermögliche.
„Der Antrag ist gerichtet an die Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) und DB Regio“, so Krupp. Der Stadtrat fordert die Aufgabenträger NVR und DB Regio auf, für den S-Bahnverkehr auf der Bahnstrecke Euskirchen - Rheinbach - Bonn wieder die früher üblichen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Aufgabe des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) sei es, im Schienenpersonennahverkehr ein leistungsfähiges und kundenorientiertes Angebot bereitzustellen.
Zweistelliger Millionenbetrag investiert
Auf der Bahnstrecke sei unter Regie des NVR in den letzten Jahren ein zweistelliger Millionenbetrag ganz überwiegend aus Steuermitteln in neue Haltepunkte, die Renovierung bestehender Bahnhöfe, die Erweiterung des zweigleisigen Ausbaus der Strecke, ein elektronisches Stellwerk und in neue Züge investiert worden. Erklärtes Ziel sei es gewesen, den 15-Minuten-Takt mit zusätzlichen Halten und Zügen mit höherer Fahrgastkapazität beizubehalten und langfristig sogar auszubauen. Der Service „Bahnfahren zwischen Bonn, Euskirchen und der Eifel“ sollte verbessert werden.
„Tatsächlich sind mit Einführung der Vareo-Züge zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 gravierende Verschlechterungen des Services festzustellen“, so Krupp. Der Fahrplan habe sich mit dem Fahrplanwechsel signifikant verschlechtert. Das Öffnen der Türen der neuen Züge dauere deutlich länger als früher und werde von den Bahnkunden als „halbe Ewigkeit“ empfunden. In einigen Fällen öffneten sich die Türen trotz Betätigung der Schalter gar nicht, und der Zug sei ohne die fassungslosen Fahrgäste abgefahren. Durch technische Probleme bei den Zügen und dem elektronischen Stellwerk seien viele Zugfahrten verspätet oder fielen ganz aus. Die Information darüber seitens der Bahn werde von den Bahnkunden als unzureichend empfunden.
Schließzeiten der Schranken verlängert
„Für Rheinbach kommt hinzu, dass sich durch den verschlechterten Fahrplan die Schließzeiten der Schranken in der Nähe des Rheinbacher Bahnhofs spürbar verändert haben. Längere Wartezeiten und erhöhte Umweltbelastungen sind die Folge“, heißt es in dem Antrag. Aufgrund des verschlechterten Taktes und damit beeinträchtigter Umsteigeverbindungen in Bonn und Euskirchen sowie der Probleme und der hohen Unzuverlässigkeit der S 23 seit dem Fahrplanwechsel seien zahlreiche Pendler von der Bahn auf das Auto umgestiegen. Dies sei aus Umweltschutzgründen und verkehrspolitisch nicht erstrebenswert.
Zwischenzeitliche Tendenzen zur Verbesserung der Verbindung seien in den letzten Wochen erneut durch Zugausfälle und Verspätungen konterkariert worden, bedauert Krupp. „Daher muss es politisches Ziel sein, dass der Bahnverkehr zwischen Euskirchen und Bonn schnellstmöglich wieder zuverlässig und mindestens in alter Servicequalität stattfindet.“ Der Rat bitte daher den Zweckverband Nahverkehr Rheinland als regionalen Gestalter des öffentlichen Personennahverkehrs darum, Transparenz herzustellen und fordert ihn auf, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit der Bahnverkehr zwischen Euskirchen und Bonn schnellstmöglich wieder zuverlässig und mindestens in alter Servicequalität durchgeführt werden kann.
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