Politik | 29.06.2015

Deutschlandweite Aktion der Gewerkschaft ver.di

Auf Pflegenotstand aufmerksam gemacht

Mitarbeiter des Verbundkrankenhauses Linz - Remagen unterstützten die bislang größte Demonstration im Gesundheitswesen

Mehrere Mitarbeiter demonstrierten vor der Remagener Klinik. Paul Effelsberg

Remagen. Das von der Bundesregierung geplante Pflegeförderprogramm soll bis 2018 maximal 7000 neue Stellen in der Pflege schaffen. Nach Berechnungen der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) fehlen aber Deutschlandweit mindestens 70000 Pflegekräfte und weitere 82000 Mitarbeiter, um eine gute und sichere Krankenversorgung zu leisten, also insgesamt 162000 Mitarbeiter. Mit einer Protestkette hat ver.di von der Nordsee bis nach Bayern in allen Krankenhäusern auf den Personalmangel aufmerksam gemacht. Der Bedarf an Pflegekräften wurde in allen Kliniken um 13 Uhr durch das Hochhalten von Schildern mit den Zahlen von 1 - 162000 symbolisiert. Dieser Zeitpunkt war gezielt ausgewählt, da an diesem Tag die Gesundheitsministerkonferenz begann, um den Gesetzentwurf zur Krankenhausreform zu beraten. Für Remagen waren 46 fehlende Stellen errechnet worden und entsprechend viele Mitarbeiter haben spontan mit den Zahlen 152511 bis 152556 für zehn Minuten vor der Klinik demonstriert, um auf die Auswirkungen des Personalmangels hinzuweisen.

Mehrere Mitarbeiter demonstrierten vor der Remagener Klinik. Foto: Paul Effelsberg

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