Multiprofessionelle Zusammenarbeit professionalisieren
BILA Sinzig entwickelt Zusammenarbeit weiter
aus Sinzig
Eine Bildungslandschaft lebt davon, dass unterschiedliche Professionen zusammenarbeiten. Damit diese Zusammenarbeit gelingt, braucht es gemeinsame Grundlagen, fachliche Reflexion und kontinuierliche Weiterentwicklung. Genau hier setzte die Fortbildung „Multiprofessionalität“ der Bildungslandschaft (BILA) Sinzig am 28. September im Evangelischen Gemeindehaus Sinzig an.
Rund 30 Teilnehmende aus Schulen (Regenbogenschule, Barbarossaschule, Janusz-Korczak-Schule und Rhein-Gymnasium) und Kita, Jugendhilfe und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, der Kreisverwaltung mit Jugendamt und Eingliederungshilfe, der Stadtverwaltung, psychosozialer und medizinischer Versorgung, Integrations- und Inklusionshilfe sowie dem Förderberatungszentrum kamen zusammen. Damit brachte die Fortbildung ganz unterschiedliche Professionen und Zuständigkeiten an einen Tisch, die Kinder und Jugendliche in Sinzig begleiten und unterstützen.
Fachlich begleitet wurde der Tag von Dr. Anna-Maria Seemann von der Akademie für Ganztagspädagogik, die sich in ihrer Arbeit unter anderem mit multiprofessioneller Zusammenarbeit und Qualitätsentwicklung im Ganztag beschäftigt. Mit fachlichen Impulsen brachte sie ihre Expertise in den gemeinsamen Austausch und die praxisbezogene Auseinandersetzung mit multiprofessioneller Zusammenarbeit ein.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen ein gemeinsamer Auftrag für Kinder und Jugendliche entstehen kann. Denn entscheidend ist nicht nur, dass verschiedene Akteur*innen zusammenarbeiten, sondern wie sie dies tun: Wie können unterschiedliche fachliche Perspektiven gewinnbringend zusammengeführt werden? Welche Rollen und Zuständigkeiten bestehen? Und was braucht es für eine verlässliche und professionelle Zusammenarbeit?
Besonders praxisnah wurde dies bei der gemeinsamen Bearbeitung konkreter Fallbeispiele aus dem Sinziger Alltag. In professionsübergreifenden Gruppen brachten die Teilnehmenden ihre unterschiedlichen Sichtweisen ein und entwickelten gemeinsam Handlungsmöglichkeiten. Dabei wurde deutlich, welchen Mehrwert verschiedene fachliche Perspektiven bieten – aber auch, wie wichtig klare Kommunikation, gegenseitiges Rollenverständnis und verbindliche Absprachen sind.
Zum Abschluss richteten die Teilnehmenden den Blick noch einmal gemeinsam auf die Frage: Was braucht gute multiprofessionelle Zusammenarbeit in Sinzig? Die Erfahrungen und Perspektiven aus den verschiedenen Arbeitsfeldern wurden zusammengetragen und wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit in der BILA festgehalten. Deutlich wurde dabei vor allem: Gute Kooperation braucht Zeit für Austausch, Klarheit über Rollen und Zuständigkeiten – und die Bereitschaft, Verantwortung gemeinsam zu tragen.
Die Fortbildung ist damit Teil eines umfassenderen Professionalisierungsprozesses innerhalb der Bildungslandschaft: BILA Sinzig baut nicht nur Strukturen der Zusammenarbeit auf, sondern entwickelt auch die Qualität dieser Zusammenarbeit kontinuierlich weiter. Gemeinsame Fortbildungen schaffen hierfür wichtige Räume, um miteinander und voneinander zu lernen und die gemeinsame Verantwortung für Kinder und Jugendliche weiter zu stärken.
Theorie trifft Praxis: In professionsübergreifenden Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam an Fallbeispielen aus dem Sinziger Alltag. Foto: BILA Sinzig
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Fachlicher Input und gemeinsamer Austausch standen im Mittelpunkt der BILA-Fortbildung zur multiprofessionellen Zusammenarbeit. Foto: BILA Sinzig