Sylvia und Otto Hilbert feierten Diamantene Hochzeit
Es funkte in der Kirche in Lodz
Sinzig. Sylvia und Otto Hilbert aus Sinzig feierten am vergangenen Samstag im Kreise der Familie das seltene Fest ihrer Diamantenen Hochzeit. Zu den ersten Gratulanten gehörten die vier Töchter, ihre Lebenspartner die drei Enkeltöchter und eine Urenkelin. Kennengelernt hat sich das Goldpaar 1949 in der evangelischen Kirche von Lodz.
„Diese Kirche war der einzige Ort, wo sich Deutsche treffen konnten“, erinnert sich Otto Hilbert daran, dass ihm seine Sylvia gut gefiel.
Doch die Wirren der Nachkriegszeit und der Wegzug aus Polen trennten das junge Paar 1950 für rund ein Jahr. Er kam nach Kaiserslautern, sie nach Sinzig.
Übrigens brachte eine Schulfreundin beide wieder zusammen. Und am 16. Juni 1954 heiratete das Paar nach der standesamtlichen Hochzeit in Sinzig in der evangelischen Kirche von Remagen.
Sylvia Hilbert, geboren am 1. Januar 1930 in Lodz, kümmerte sich mit der Geburt der ersten Tochter um die Kinder und legte dabei viel Wert auf eine vernünftige Ausbildung.
Das Diamantpaar erinnerte sich heute mit einer Distanz an seine wirtschaftlich schwierigen Anfangszeiten. In der Sinziger Plattenfabrik gab es für den Jubilar, der am 20. September 1928 im Kreis Lodz das Licht der Welt erblickte, eine harte und staubige Zeit fast ebenso wie in seiner Zeit in der Glasfabrik. Bergauf ging es mit seiner Einstellung als Pförtner und Telefonist beim Bundesfamilienministerium in Bonn, wo der heute 85-jährige Pensionär bis zu seinem Ruhestand blieb.
Und eine über die Jahrzehnte gepflegte Freizeitbeschäftigung mit Selbstversorgereffekt hatte das Paar ja auch. Denn Otto Hilbert und seine Frau sind Gärtner nicht nur mit einem grünen Daumen.
„Heute ist es nur noch ein kleiner Garten mit vielen Blumen und einigen Hühnern“, hieß es von der Diamantjubilarin zu einem großen gemeinsamen Hobby.
