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Sinzig drehte über zwei Wochen lang am Rad

Mit flotten Sound und dem Ostseestern in die Mitsommernacht

24.06.2020 - 10:47

Sinzig. Die Stadt Sinzig und viele Besucher aus dem Kreis und der Region drehten über zwei Wochen lang im Wortsinne „am Rad“. Das Riesenrad Ostseestern des Schaustellerbetriebs Gormanns war eine große Attraktion, eine einzigartige Aktion und ein Riesenerfolg zugleich. Das Riesenrad wurde auf dem Kirchplatz errichtet, um gegen die Enge und die Einschränkungen in diesem Corona-Zeiten anzukämpfen und sorgte in der Stadt für viel Zustimmung. Die Stadtverwaltung und Bürgermeister Andreas Geron als Initiatoren ernteten extrem viel Lob.

Und die Aktion blieb natürlich auch überregional nicht unbemerkt. Wanderer und vor allem Radler und Besucher von weither strömten zum Riesenrad um aus 35 Metern Höhe einen Blick auf Sinzig und seine Umgebung zu werfen. Und die Aussicht war einfach fantastisch, wie immer wieder zu hören war. Ein fast schon mediterranes Lebensgefühl mit viel Lockerheit und fröhliches Kindergeschrei machte sich auf dem in letzter Zeit eher verwaisten Platz breit. Und auch der auch Ostseestern drehte Runde um Runde. Einzigartig war auch die LED-Lichtshow in den späten Abendstunden.


Kreatives Party-Programm


Angesichts der spektakulären Riesenradkulisse vor dem Rathaus und Pfarrkirche Sankt Peter hatte das Organisationsteam des Livestreams „Sprudelndes Sinzig“ noch eine ganz besondere Idee. Die Kreativen unter Federführung von DJ Fosco und Aktivchef Rainer Friedsam boten die Fete „Music ´n´Sky“.

So lautete dann am Samstag 20. Juni das Motto: „Mit flotten Sound und dem Ostseestern hinein in die Mitsommernacht“. Denn der astronomische Sommer dieses Jahres begann exakt um 23:43 Uhr am Samstag. Mit leichten Nebeleffekten und Ansätzen von Pyrotechnik drehten die Besucher in drei Durchgängen ihre Discorunden auf dem Riesenrad. Und dies für etwas über eine halbe Stunde. Den Sound gab es von DJ Fosco übrigens per Funkkopfhörer direkt auf die Ohren. Denn für die Veranstaltung gab es ein strenges und riesiges Sicherheitskonzept. Die Feuerwehr Remagen hatte ihre große Drehleiter in Stellung gebracht und auch eine Drohne kreiste über dem Kirchplatz um die Disco-Besucher in den 26 Gondeln im Auge zu behalten. Absperrungen auf dem Kirchplatz und Maskenpflicht in den Gondeln zählten ebenso dazu. Trotz allen Aufwandes hatten die Aktivgemeinschaft, Fosco-Entertainment und die Stadt die Auflagen der Kreisverwaltung komplett umgesetzt.


Hervorragende Zusammenarbeit


„Die Zusammenarbeit mit Kreisverwaltung und auch dem Ordnungsamt der Stadt war hervorragend“, lobte Aktivchef Reiner Friedsam. Um Missverständnissen vorzubeugen: Für die Zuschauer und Kiebitze gab es nur winzige kleine musikalische Ausschnitte. Ansonsten musste man gefilterten Chorgesang der Riesenrad-Besucher herausfinden, welcher Sound gerade lief. „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg ließ sich aber ebenso gut heraushören wie „Major Tom“ von Peter Schilling. Übrigens die Discoveranstaltung auf dem Ostseestrand war auch so etwas wie eine Weltpremiere. Zwar waren nicht alle Gondeln bei den drei Durchgängen komplett ausverkauft, aber der Besuch war gut und die, die in der mit Sommernacht ihre Runden auf den Riesenrad drehten, waren komplett begeistert.


Grandioses Finale


Und zum Sonntag gab es dann noch mal ein grandioses Finale mit der Königin des Latino Pop Loona. Der Unterhaltung gab unter dem Motto „Musik ´n´Sky“ per Livekonzert vom Rathaus Balkon. So richtig zu hören war Loona ebenfalls nur über die Funkkopfhörer der zahlenden Konzertbesucher im Riesenrad. Dank einer kleinen Mikrofonanlage auf dem Rathausbalkon gab es aber zumindest eine Ahnung des Konzerterlebnisses für die Schaulustigen und einige Zuschauer auf dem Kirchplatz. DJ Fosco hatte seine guten Kontakte zur Künstlerin spielen lassen. Die Sängerin entpuppte sich als absoluter Showprofi und kam auch mit den ungewöhnlichen Gegebenheiten zurecht. Denn von einem Rathausbalkon ein Riesenrad und seine fahrenden Gäste anzusingen gehört sicherlich auch nicht zum Alltagsgeschäft des Stars. Loona wechselte dann zum Schluss noch einmal schnell ins Riesenrad selbst und auf dem Kirchplatz gab es mit den gebührenden Abstand auch ein kleines Platzkonzert. Auch davon waren die Musikfans letztlich restlos überzeugt. Auf dem Ostseestern hatten übrigens nicht nur die kleinen Besucher ihren Spaß, sondern auch viele Paare und viele ältere Sinziger nutzten das Angebot in den Himmel zu schweben. Und bei einer besonderen blauen Stunde gab es für jedes volljährige Paar am Abend zwischen 18 und 19 Uhr auch noch ein kleines Fläschchen Rotwein gratis. Rewe Azhari hatte den Wein für diese romantische Stunde spendiert.


Grandioser Zuspruch


Die Riesenrad-Aktion war auch so etwas wie eine Entschädigung für das zumindest vor Ort ausgefallene „Sprudelnde Sinzig“. Und das Fahrgeschäft vermittelte auch etwas Kirmesatmosphäre.

Zwar ist Bürgermeister Andreas Geron, der bei den musikalischen Runden im Riesenrad übrigens zu den Stammgästen zählte, noch sehr optimistisch, aber ob in diesem Jahr die so traditionsreiche Sinziger Kirmes wirklich in gewohnter Form stattfinden kann, muss im Gesamten mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Das Riesenrad auf dem Kirchplatz hat in den vergangenen Wochen in jedem Fall allen Beteiligten ein Riesenspaß gemacht und für viel Freude und Leben in der Stadt gesorgt und genau das wollten ja alle Verantwortlichen der Gemeinschaftsaktion erreichen. Da bleibt einfach nur das Fazit zu ziehen: „Richtig, richtig gut gemacht“.

BL

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Also hatten die Täter wieder einmal leichten Zutritt zu einem Firmengelände. Langsam müssten doch die Leute klüger werden.Warum haben sie keine Sicherheitsvorkehrungen? Man kann in Deutschland alles machen, ohne Konsequenzen. In der Nacht sind alle Katzen grau-also hat sicher auch keiner was gesehen.

Sinziger Kirmes findet nicht statt

Peter Rein:
Nicht nachvollziehbar, wo gibt es Entscheider mit Rückgrat. Wir müssen damit leben, das Corona da ist und nicht mehr verschwindet. Wie tausende Viren etc. Dann bleiben wir demnächst nur noch eingesperrt und verlieren noch Hunderte von Arbeitsplätzen. Wer das verantwortet der gehört bestraft.
juergen mueller:
Mein letzter Besuch auf der "MS Wissenschaft" war interessant, aufschlußreich u.ist jedem zu empfehlen.Das war`s dann aber auch schon,bedenkt man,welche Anforderungen,Mühe und Kosten es erfordert,etwas wieder zu reparieren,dass uns Dank der Politik u.Wirtschaft dorthin geführt hat,wo wir uns alle heute befinden. WIR präsentieren hier für alle Bürger*innen ein Stück ZUKUNFT. Mit WIR meint sich die POLITIK mal wieder selbst u.WAS sie uns für die ZUKUNFT präsentiert,ist mehr als bescheiden u.beschämend. Da stellt sich jemand hin,verkörpert dieses ewig präsente,unglaubhafte politische ICH-Gefühl u.glaubt auch noch selbst an das,was er,betreffend unsere ZUKUNFT,sagt. Zu wünschen wäre,dass diejenigen,die von ZUKUNFT reden,diese auch am eigenen Leibe noch mitbekommen u.nicht nur die nächste Generation. Aber was interessiert die Politik schon ihr Geschwätz von gestern.
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