Allgemeine Berichte | 24.06.2013

Studienfahrt der KEB St. Peter Westum

Sachsen von A bis Z erlebt

Die Reisegruppe bestaunte den schönen Marktplatz in Sebnitz.privat

Westum. Von A wie August dem Starken bis Z wie Zittau reichte das Spektrum der Studienfahrt der Katholischen Erwachsenenbildung St. Peter Westum.

Ins Elbsandsteingebirge und seine Umgebung ging die Busreise, die durch das Elbe-Hochwasser etwas anders verlief als ursprünglich geplant. Improvisation und Organisation waren oft gefordert, denn die Verkehrssituation änderte sich laufend. Doch es wäre nicht gerecht, die neuen Ziele als „Notlösung“ zu bezeichnen. Die schöne Stadt Zittau mit dem berühmten Fastentuch oder die Geburtsstätte des „Herrnhuter Sterns“ kennen zu lernen, war mehr als nur ein „Ersatz“ für den buchstäblich ins Wasser gefallenen Besuch in Meißen.

Hat es auf der Hinfahrt und bei der Führung durch die thüringische Residenzstadt Gotha noch geregnet, war das Wetter anschließend aufseiten der Reisenden. So konnten der ausführliche Besuch in Dresden und die Wanderungen am Tag danach bei Sonnenschein stattfinden. Ein weiterer Ausflug führte nach Glashütte. In der deutschen Uhrenstadt gab es sowohl in einer Manufaktur als auch im Uhrenmuseum viel Interessantes zu sehen und zu hören. Das Gleiche galt auch für Freiberg. Hier waren Augen und Ohren gefordert bei der Besichtigung des Doms und dem Klang der berühmten Orgel von Gottfried Silbermann. Am Samstag folgte ein Höhepunkt dem anderen: Die Burg Stolpen, wo die Gräfin Cosel, Mätresse von August dem Starken, fast 50 Jahre lang gefangen war, wurde besichtigt. Weiter ging die Fahrt zur Bastei, dem Ort des Elbsandsteingebirges mit der schönsten Aussicht auf das Elbtal. Hier konnte jede/r nach Herzenslust spazieren, fotografieren und die Sächsische Schweiz hautnah genießen.

Ein Ohren- und Augenschmaus

Und dann: „Der Freischütz“! Die Aufführung von C.M. von Webers Oper in der Felsenbühne Rathen vor malerischer Kulisse mit hervorragenden Mitwirkenden war ein Ohren- und Augenschmaus. Dafür nahm man das Warten auf die Fähre gern in Kauf, zumal der Besuch bis zwei Tage vorher noch fraglich war. Der Grund dafür war immer wieder zu sehen. Das Hochwasser hat schlimme Spuren hinterlassen, und die betroffenen Menschen sind zu bedauern. Das war der Anlass für eine spontane Sammelaktion in der KEB-Gruppe, und ein stattlicher Betrag konnte als Spende für die Flutopfer überwiesen werden.

Am Morgen der Abfahrt stand noch ein Besuch im „Haus der Kunstblume“ in Sebnitz, dem Übernachtungsort während der Reise, an. Während der Führung wurde die Geschichte der Kunstblumenmanufaktur erläutert, für die die Stadt einmal berühmt war. Jetzt wird nur noch im Museum „geblümelt“, und manches Blümchen war anschließend im Reisegepäck. Wie es bei den Fahrten der KEB Westum Tradition ist, begann jeder Reisetag mit einem meditativen Morgenimpuls, und der gesungene Wunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“ beendete eine erlebnisreiche Fahrt, die von einer frohen Gemeinschaft geprägt war.

Die Reisegruppe bestaunte den schönen Marktplatz in Sebnitz.Foto: privat

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