Novum in der Löhndorfer Vereinsgeschichte
Schützengilde ohne König
Löhndorf. Lange Gesichter gab es bei den Verantwortlichen der St. Hub. KK-Schützengilde Löhndorf und den Gästen im Schützenhaus am Mühlenberg am Fronleichnamstag, als Schießmeister Theo Hempel die Schießluken schloss und bekannt gab, dass es keinen König 2014 geben würde. Vorausgegangen war ein durchaus spannendes Schießen auf den Königsadler, bei dem es darum ging, die sogenannten Bestecke zu treffen, um sich einen Besteckorden für die Schützenuniform zu sichern. Immerhin 14 Angehörige des Vereins hatten sich hierzu in die Schießliste eintragen lassen.
Die Besteckorden für die Krone ging an den bis dahin noch amtierenden König Reiner Eisele, dem der erste Schuss auf den Königsvogel vorbehalten war. In der Folge schossen Heinz Britzen das Zepter, Dieter Gemein den Reichsapfel, Silvia Braun trennte den Kopf des Adlers vom Rumpf, auf die Flügel waren Paul Möhren und Udo Schmickler erfolgreich, und die Trophäe für den Schweif sicherte sich Johann Kappl. Im Weiteren fand sich jedoch kein aktiver Schütze mehr, der bereit gewesen wäre, auf den Königsklotz zu schießen.
„So etwas hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben“, so die einstimmigen Aussagen vor allem auch älterer Mitglieder, die ihre Enttäuschung nicht verbergen konnten.
Dietmar Weiß ist Bürgerkönig
Bereits eine gute Stunde bevor feststand, dass kein Königskandidat zu finden sein würde, fand der Wettkampf um den Löhndorfer Bürgerkönig ein erfolgreiches Ende für Dietmar Weiß. Mit dem insgesamt 73. Schuss hatte er den Schuss abgefeuert, mit dem er den bis dahin noch stehend winzigen Rest des Königsklotzes von der Stange putzte. Er setzte sich mit diesem gezielten Schuss gegen sieben Mitbewerber durch, und bescherte dem Tambourcorps Löhndorf zum zweiten Mal in Folge den Titel. Die Konkurrenten aus dem Junggesellenverein mussten anerkennend und fairerweise dem besseren Schützen den Vortritt lassen.
