Allgemeine Berichte | 08.06.2014

Der Eifelverein Sinzig durchstreifte deutsch-belgisches Naturschutzgebiet

Vier Tage im Land der wilden Narzissen, Moore und Wälder

Stege aus Holz ermöglichten das Durchwandern der Moore.privat

Sinzig. Das Hohe Venn liegt westlich von Monschau auf deutschem und belgischem Gebiet. Dort trifft man auf weite Hochmoore, stille Wälder, geheimnisvolle Kreuze und abwechslungsreiche Wanderwege in einer Natur, die zu jeder Jahreszeit eine bunte Vielfalt bietet. Der Sinziger Eifelverein verbrachte vier Tage mit einer Gruppe von 15 Wanderinnen und Wanderern in diesem Naturpark. Die Eifelfreunde wohnten während dieser Zeit im Ort Kalterherberg am Rande des Venn. Geplant und geführt wurden die Venn-Touren von Walter Nechterschen und Martin Mies. Bereits der erste Wandertag führte die Eifelfreunde entlang des Schwarzbachs zum Herzogenvenn im Quellgebiet der jungen Rur, wo recht einsame Wanderungen in der wunderschönen Wald- und Moorlandschaft unternommen werden können. Die Wanderführer hatten die richtige Jahreszeit für das Herzogenvenn ausgewählt, denn die goldgelben wilden Narzissen blühten in großer Zahl und erfreuten die Wanderfreunde. Der zweite Wandertag führte die Eifelfreunde zum Centre Nature auf belgischem Gebiet im Wallonischen Venn. Streckenweise helfen schmale Holzstege bei der Durchquerung. Murmelnde Bäche bieten Abwechslung. Das Torfmoos in den Mooren kann ein Vielfaches seines Gewichts an Wasser speichern, was es ökologisch besonders wertvoll macht. Bäche aus dem Venn speisen die umliegenden Talsperren. Schließlich wurde das große Gasthaus Baraque Michel erreicht. Diese Herberge hat ihren Namen von dem in Sinzig geborenen Michel Schmitz, der sich um das Jahr 1798 dort niederließ und zu einem Retter der Verirrten wurde. Die Gründe hierfür liegen im Dunkeln. Baraque Michel liegt auf belgischem Staatsgebiet. Wolken, Wind und die Weite des Hohen Venns übten auf die Wanderer einen eigentümlichen Reiz aus. Das Centre Nature, das Naturparkzentrum, war Ausgangs- und Zielpunkt dieser Wanderung. Hier schauten sich die Eifelfreunde einen Naturfilm über das Venn an. Einer der Höhepunkte war am nächsten Tag die Wanderung nach Monschau. Los ging es diesmal im kleinen Ort Höfen über den Naturlehrpfad Heckenweg, die ehemalige Sägemühle und die Klucksbachbrücke ins Rurtal. Die Rur durchströmt das idyllische Städtchen Monschau, bekannt wegen seiner verwinkelten Gassen mit den malerischen Fachwerkhäusern. Der einstige Reichtum der Gemeinde hatte ihren Ursprung in der damaligen Tuchherstellung seit Ende des 16. Jahrhunderts, die große Gewinne brachte. Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Gruppe stärkte sich in einem Café mit Kaffee und Kuchen. Eine Besichtigung der bekannten Senfmühle, wo Senf in vielen Variationen hergestellt wird, erwies sich als sehr interessant. Für den Rückweg hatten die Wanderführer einen leichteren Weg gewählt, aber ein starker Regenschauer überraschte die Eifelfreunde unterwegs. Dagegen herrschte an allen anderen drei Wandertagen schönes, trockenes Wetter. Auch der letzte Tag war wieder sehr reizvoll und brachte viel Wanderspaß. Entlang des Getzbachs marschierten die Wanderfreunde zur Wesertalsperre, die eines der wichtigsten Trinkwasserreservoirs Belgiens ist und gleichzeitig eine touristische Attraktion. Zum Abschluss des letzten Tages besuchte die Gruppe noch das kleine Naturmuseum. Vier abwechslungsreiche Wandertage gingen zu Ende und werden lange in Erinnerung bleiben. Die Wanderfreunde hatten sich an der Natur, der sportlichen Betätigung und an der Kameradschaft und Geselligkeit erfreut.

Stege aus Holz ermöglichten das Durchwandern der Moore.Foto: privat

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