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Sportliches Highlight in der Winterzeit: Das Ahrbacher Hallenfußball-Turnier

1.000 Fußballer kämpfen um Tore und Punkte beim 33. Ahrbach-Cup

Dreitägige Großveranstaltung in zwei Hallen – Verein aktivierte 200 Helfer – Frauenfußball wieder im Aufwind

08.01.2018 - 10:48

Montabaur. Eines der größten Fußball-Amateurturniere für Spieler aller Klassen und Altersgruppen fand am vergangenen Wochenende in Montabaur statt: Das große Ahrbacher Hallenfußball-Turnier in den Kreissporthallen des Westerwaldkreises im Schulzentrum von Montabaur. Es war das 33. jährliche Fußballturnier dieser Art des großen Fußballvereins TuS Ahrbach in Folge, mit Spielen für C-, B- und A-Junioren, C-Juniorinnen, Frauen und Senioren. Zeitgleich wurde an drei Tagen in zwei Hallen gespielt, mit insgesamt 240 Begegnungen. 102 Mannschaften hatten sich für das Turnier angemeldet, bei jeweils etwa zehn aktiven Spielern pro Team haben sich also an den drei Tagen über 1.000 Fußballspieler in Montabaur aufgehalten. Teilnehmende Mannschaften kommen unter anderem auch aus Koblenz, Betzdorf und Bad Neuenahr.


Organisatorische und logistische Meisterleistung


Raimund Schäfer vom TuS Ahrbach ist Leiter der Fußballgroßveranstaltung. Er erklärt: „Das Turnier findet jetzt zum 33. Mal statt, immer am ersten Wochenende im Januar. Im Lauf der Zeit haben wir den Ausrichtungsmodus leicht verändert, aber immer mit dem Anspruch, dass wir die gesamte Bandbreite des Fußballs repräsentieren, angefangen beim Jugendfußball über den Altherren-Fußball bis zum Frauen- und Seniorenfußball. Wir verstehen es als Basisturnier. Bei der großen Zahl der Spiele und Spieler ist das schon eine große logistische und organisatorische Herausforderung für uns.“ Insgesamt 200 Helfer des 500 Mitglieder starken Vereins sind an dem Wochenende im Einsatz. Auch dank der vielen unterstützenden Sponsoren ist die Veranstaltung in dieser Größenordnung nur möglich.

In der C-Jugend sind die Teilnehmer 14 bis 16 Jahre alt, bei den Alten Herren gibt es nach oben höchstens eine biologische Altersgrenze. In jeder Wettbewerbskategorie sind auch Mannschaften des Ausrichters TuS Ahrbach vertreten, im C-Jugendbereich sogar drei Mannschaften.

Der TuS Ahrbach ist ein Sportverein in Ruppach-Goldhausen. An Sportarten wird neben Fuß- und Handball auch Turnen betrieben. Bekannt geworden ist der Verein durch seinen Frauenfußball.


Großveranstaltungen finanzieren den Spielbetrieb


Mit den Einnahmen aus dem Turnier bestreitet der Verein auch Ausgaben, die im Laufe des Jahres im Jugendbereich anfallen. Raimund Schäfer: „Wir leben quasi auch von diesen Großveranstaltungen. Außer dem Fußballturnier sind das noch ein Sportwochenende über mehrere Tage und eine große Karnevalsveranstaltung. Nur mit den Mitgliedsbeiträgen alleine könnten wir den ganzen Spielbetrieb nicht aufrechterhalten.“


Seniorenspieler „aus eigener Zucht“


Mit Heiligenroth und Giroth bildet Ruppach-Goldhausen eine Spielgemeinschaft. Die Seniorenmannschaft wurde in der vergangenen Saison Meister in der A-Klasse und stieg in die Bezirksliga, wo man sich jetzt, als Neuling, in der Hinrunde in einem guten Mittelfeld halten kann. Besonders stolz ist der Verein darauf, dass die meisten Spieler dieser erfolgreichen Seniorenmannschaft aus dem eigenen Jugendbereich des TuS Ahrbach kommen, also in dem Verein groß geworden sind. Raimund Schäfer sagt: „Daran sieht man, dass sich eine effektive Jugendarbeit auch im Seniorenbereich bezahlt macht.“ Das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Fußballspielen sei ungebrochen, sagt Schäfer. Lediglich bei den Mädchen habe es einen kleinen Einbruch gegeben. Aber jetzt sei man wieder in der Aufbauphase.


Den guten Namen im Frauenfußball verteidigen


Hier hat der TuS Ahrbach schon allein deshalb ein Augenmerk drauf, weil er aus der Vergangenheit einen großen Ruf im Frauenfußball zu verteidigen hat: Die Ahrbacher Frauenfußballmannschaft hat mal eine erfolgreiche Zeit in der Bundesliga gehabt. Jutta Nardenbach, Marion Isbert, Heidi Mohr und Ursula Lohn vom TuS Ahrbach waren Nationalspielerinnen im Frauenteam Deutschlands. Mit der Nationalmannschaft gewann die Torhüterin Isbert den Europameistertitel. Der TuS Ahrbach war 1989 Vizemeister im deutschen Frauenfußball. Vielleicht kann der Verein irgendwann auch wieder an diese großen Erfolge anknüpfen. Aktuell gibt es für die Frauen eine Kooperation mit Salz. Raimund Schäfer ist mit der Entwicklung zufrieden: „Da sind wir wieder auf einem guten Weg!“


Rudolf Bauch ist mit Herzblut dabei


Vorsitzender des TuS Ahrbach ist Rudolf Bauch. Er trainiert auch die C-Jugend des Vereins und coachte seine Teams bei den ersten Spielen des Turniers in den Vorrunden, wo sich die Ahrbacher Nachwuchskicker wacker gegen starke Konkurrenten aus Betzdorf, Eisbachtal oder Wirges schlagen konnten.

Rudolf Bauch ist einer der „Väter“ des Turniers. Er sagt im Gespräch mit BLICKaktuell: „Das ist ein bisschen mein Kind. Detlef Tank hatte sich das Konzept damals so ausgedacht. Er hat auch den Verein über Jahre im Frauenfußball vorangebracht und viele Impulse gegeben, unter anderem mit diesem Turnier. Für uns als Verein ist das eine Aktion, die uns auch stärkt, mit der wir Mitglieder aktivieren können, wo wir die Eltern reinholen in unsere Arbeit. Das hat eine große Bedeutung für den Verein intern. Nach außen ist das Turnier natürlich auch ein Renommee, viele Vereine aus der Region kommen zu uns. Sportlich gesehen geht es jetzt in der Winterpause eigentlich mehr um den Spaß am Sport.“

Zu einem verlorenen Spiel seiner Mannschaft Ahrbach I gegen Betzdorf (0:3) sagte Bauch: „Das war ein starker Gegner. Betzdorf spielt eine Klasse höher als wir. Da war schon der Klassenunterschied zu erkennen. Aber wir haben uns tapfer gewehrt. Wir haben mit unserer C-Jugend drei Mannschaften gemeldet und diese auch ziemlich gleich stark aufgestellt, damit hier alle zu ihrem Recht kommen und gleiche Chancen haben. Der Leistungsgedanke stand dabei weniger im Vordergrund. Und wenn mal ein Spiel verloren wird, dann muss man sA als Trainer den Jugendlichen eben erklären, woran es gelegen hat und wieder mentale Aufbauarbeit leisten. Das ist auch das Schöne an so einem Turnier, man verbringt viel Zeit miteinander und hat viele Möglichkeiten, miteinander zu reden, was im Training nicht immer so der Fall ist.“ Am Ende belegten die Mannschaften Wirges II und Wirges I bei der C-Jugend die Plätze Eins und Zwei, Neitersen und Niederahr wurden Dritter und Vierter.


Ergebnisse des 33. Turniers


Ergebnisse Mädchen U14: 1. SC Bad Neuenahr 1, 2. SG Altendiez, 3. FV Rübenach, 4. MSG Borod-Mudenbach; A-Junioren: 1. SG Andernach, 2. SF Eisbachtal 1, 3. SF Eisbachtal 2, 4. JSG Hahnstätten; B-Junioren: 1. SG Mülheim-Kärlich, 2. SF Eisbachtal 1, 3. TuS Koblenz, 4. EGC Wirges 1; Alte Herren: 1. Wirges, 2. Leuterod, 3. Eppenrod, 4. Feldkirchen; Frauen: 1. SG Altendiez, 2. FFC Montabaur, 3. FSG Ahrbach II, 4. FSG Ahrbach I; Senioren: 1. SG Kirburg-Hof, 2. SG Hundsangen, 3. SG Ahrbach 1, 4. SV Elz.

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Kommentare
Karsten :
Mir kommt es so vor als hätten die lieben Menschen, die eine Wohnung gekauft haben direkt den ganzen Heddesdorfer Berg mitgekauft. Was soll dieser Blödsinn? Warum beschweren sich so viele? Es wird seit Jahren da oben gebaut und nie beschwert sich jemand. Jetzt auf einmal ist ja alles soooo schlimm. Seid froh dass Kaufkraft nach Neuwied kommt!! Es sollen vernünftige Wohnungen gebaut werden die kaufkräftige Menschen nach Neuwied bringen. Das ist das was Neuwied brauch. Unfassbar diese ständige Nörgelei. Es war schon immer so geplant dass weitere Mehrfamilienhäuser dort entstehen. Wer alleine wohnen will muss aufs Land ziehen.
Dennis Mohr:
Die vorgelegten Pläne sind ein Schlag in das Gesicht der Anwohner vor allem der Erich-Kästner-Str., die mit ihren Investitionen dieses Baugebiet überhaupt erst möglich gemacht haben. Alle Stadträte, die sich für diese Änderung aussprechen, sollten sich öffentlich dazu bekennen! Versprochen wurde ein Nahversorgungsgebiet im Stile des Ringmarktes im Raiffeisenring. Jetzt wird mit 4-geschossigen Bauten das Areal weiter verschandelt und den Anwohnern die teuer bezahlte Aussicht verbaut. Und die Vertreter der Stadt lachen über die Einwände!
Uwe Klasen:
"Solarverein Goldene Meile", solche Lobbyvereinigungen haben es geschafft, dass der Strom In Deutschland am teuersten, die Umweltzerstörung im Zuge des Aushaues der sogenannten "Erneuerbaren Energien (EE)" gewaltig, dafür die Netzstabilität gering ist, bei gleichzeitig steigendem CO²-Ausstoß der im Grunde durch die in die EE investierten Milliarden verringert werden sollte!
juergen mueller:
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte die STADT ein "Toilettenproblem" - siehe auch HAUPTBAHNHOF. Ob man sich mit dem Vorschlag, die städtische Toilettenanlage "rund um die Uhr" zugänglich zu machen und wenn nötig, die Verwaltung technisch nachrüsten MUSS, auch Gedanken gemacht hat, wie das alles vonstatten gehen soll oder was eine Nachrüstung kostet? Glaube nicht.
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