Lauftreff TV Urbar
1:14 min oder 250 m…..
Urbar/Cozumel. Denkbar knapp verpasste Max Stubbe vom Lauftreff TV Urbar die direkte Qualifikation für die WM auf Hawaii im nächsten Jahr. Unlängst ging er auf Cozumel in Mexiko bei den Latein-Amerikanischen Ironman-Meisterschaften an den Start.
3,8 km schwimmen, 180 km auf dem Rad und abschließend noch ein Marathon über 42 km, eine große Herausforderung für jemanden, der diesen Sport erst seit zweieinhalb Jahren betreibt. Lange ist es her, dass Papa Peter noch gute Ratschläge beim gemeinsamen Radfahren oder beim Laufen geben konnte. Nach dem Finish in Roth vor zwei Jahren hatte ihn das „Fieber“ gepackt und der „heimliche“ Traum von der WM auf Hawaii war geboren. Der (materiellen) Unterstützung durch seinen Vater konnte er sich sicher sein, betreibt er den Sport doch schon lange genug. Was den Trainingsaufbau betraf, wurde er schnell fündig bei den Triathleten in Mühlheim und sammelte eine Menge Erfahrung bei verschiedenen Wettkämpfen. Gut ein halbes Jahr bereitete er sich intensiv auf dieses Event vor, sein Ziel war, die 10 Stunden Marke zu knacken.
Eine Woche vor dem Wettkampf reiste Max Stubbe mit seiner Freundin und bestem Supporter nach Mexiko, galt es ja auch, sich in kürzester Zeit zu akklimatisieren. War hier schon der Winter angebrochen, so herrschten auf Cozumel schwüle 30 C°. Mit einem riesigen Radkoffer und dem normalen Reisegepäck ging es also los. Da beide mit Hannes HawaiiTours unterwegs waren, selbst einem alten erfahrenen Triathleten, war die Reise problemlos und super durchorganisiert. Die Tage vor dem Wettkampf wurden mit leichten Einheiten ausgefüllt, Schwimmen im offenen Meer, die Insel und Wettkampfstrecke auf dem Rad erkunden und die ein oder andere Laufeinheit am Meer entlang.
Dann war es soweit, Startschuss. Von Anfang an fühlte er sich gut und ließ sich auch nicht von der grandiosen Unterwasserwelt mit Schildkröten und bunten Fischen ablenken. Nach 52 min hatte er die 3,8 km abgeschlossen, schneller Wechsel und ab aufs Rad. Die Strecke war zwar flach, aber immer wieder gab es heftigen Wind und mit vorgerückter Zeit stiegen die Temperaturen. Max Stubbe lieferte aber eine sehr konstante Leistung über die 180 km ab, hielt er sich doch auch strickt an seine Wattvorgaben. Nach 4:50 Std. waren auch die drei Runden um die Insel erledigt und es ging ab auf die Wendepunkt-Laufstrecke am Meer entlang, die auch dreimal absolviert werden musste. Bis km 21 lief es eigentlich sehr gut, dann kam der berühmt berüchtigte Mann mit dem Hammer und es wurde hart und schwer. Vater Pit stand die ganze Zeit mit dem Support vor Ort, Max Stubbes Freundin, schriftlich und telefonisch in Kontakt um immer wieder Motivation und Tipps weiterzugeben. Und dann kam endlich der Zielbogen in Sicht. Nach 4:02 Std für den Marathon und 9:52 Std gesamt lief Max über die Finishline und es hieß auch für Ihn, „You are an Ironman“.
Erst später realisierte er, dass er denkbar knapp an der Quali zur WM 2020 auf Hawaii vorbeigeschrammt war. Ganze 1:14 min oder umgerechnet ca. 250 Laufmeter fehlten ihm auf den Zweitplatzierten. Natürlich ärgerte er sich darüber und war auch etwas enttäuscht, aber am Ende siegte doch die Zufriedenheit über das Erreichte, nämlich erstmals die Zehnstundenmarke zu knacken.
Auf dem Weg ins Ziel.
Am Ziel eines harten Tages, „you are an Ironman“.
