Lokalsport | 25.06.2014

Segelfluggruppe Wershofen e.V.

AW-Flieger stehen gut im Training

Punkteregen zur Halbzeit der Segelflugliga sorgt für Freude bei den Piloten

(Von links) Bernd van der Mühlen und Heinz-Günter Hamann nach einem erfolgreichen Flug. H.G. Hamann

Wershofen. In Runde zehn der Segelflugliga bewiesen die Segelflugvereine im Kreis Ahrweiler wieder einmal, dass sie derzeit gut trainiert sind, und es wurde weiterhin kräftig trainiert. Belohnt wurden sie dafür vor allem mit einem wahren Punkteregen in der deutschen Quali-Liga, wo sich der Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler (18.), die Segelfluggruppe (SFG) Wershofen (23.) und der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach (44.) in die Punkteränge flogen. Der Kreisstadtclub stieg in der Tabelle dadurch um fünf Plätze auf Rang 16 und kommt damit in der sehr engen Spitzengruppe einem der sieben Aufstiegsplätze wieder näher. Die Wershofener Eifeladler katapultierten sich sogar von Rang 126 auf 76 um 50 Plätze nach oben. Und auch die Mönchsheider Segelflieger konnten sich auf Rang 89 verbessern. Damit sind die drei Vereine in guter Gesellschaft: Alleine zwölf Vereine aus Rheinland-Pfalz befinden sich in der aktuell vom Flugsportverein Neustadt/Weinstraße angeführten bundesweiten Tabelle in den Top 100 und dokumentieren damit die hohe Leistungsdichte im Land.

Die zeigt sich - sehr zum Leidwesen der AW-Flieger - auch in der Landesliga, wo die Neuenahrer Ahrtalsegler mit den Piloten Jürgen Koch (HpH 304SJ; 101,15 km/h), Dominik Kneipp/Thomas Marr (DuoDiscus XL; 92,96 km/h) und Dietmar Spranger (DG-600/18m; 93,15 km/h) zwar Rundenplatz fünf erreichten, aber dennoch auf den dritten Tabellenplatz abrutschten. Für den Bad Breisiger LVM ging Karin Wiesenthal im Arcus M ins Rennen - und war auf einem 620-Kilometer-Flug von der Mönchsheide aus über Stolberg - Dillingen - Gießen und zurück mit einem Liga-Schnitt von 104,77 km/h die Schnellste im Kreis. LVM-Geschäftsführer Martin Wagner pilotierte den neuen Leistungsdoppelsitzer vom Typ DuoDiscus T und erreichte 78,81 km/h. Komplettiert wurde das Trio von David Canals (LS7 WL; 71,61 km/h). Bei seinem Flug handelte es sich um einen Trainingsflug mit der frischgebackenen Trainerin Alice Toups, die ihn über weite Strecken in einem zweiten Flugzeug begleitete. Belohnt wurden sie dafür in dieser Runde mit einem siebten Platz.

Auf einer Trainingsmission befand sich auch SFG-Pilot Bernd van der Mühlen: Mit Co-Pilot Heinz-Günter Hamann nahm er in dem Leistungsdoppelsitzer DG-1000S als Trainer an einem fünftägigen Streckenfluglager im pfälzischen Pirmasens teil. Nach einem Abstecher zum Hockenheimring, wo sie den „Toten Hosen“ von oben beim Soundcheck zugucken konnten, ging es weiter nach Bingen und Dillingen. Zwar wurde der Flug etwas von den zwei Schützlingen gebremst, die Bernd van der Mühlen dabei im Schlepptau hatte, dennoch konnte er einen Schnitt von 76,47 km/h erzielen. Die weiteren Wershofener Akteure dieser Runde waren Hubert Raaf (Discus CS; 64,77km/h), Gerd Krautwig (Ventus bT; 99,52 km/h) und Jürgen Ruland (Ventus 2cM/18m; 100,32 km/h), dessen schneller Flug wegen des Startplatzes Aachen in der Landesliga Rheinland-Pfalz allerdings keine Berücksichtigung fand. Dadurch erreichte die SFG Wershofen hier nur Rundenplatz zehn. Der vorher neuntplatzierte Eifeler Club tauscht dadurch nun seinen Platz mit dem zuvor punktgleich auf Tabellenplatz zehn rangierenden LVM.

Punkte gab es auch noch mal in der neu eingeführten U25-Liga: Jungfluglehrer Florian Grünberg vom LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler absolvierte mit der LS-4 des Vereins einen Flug entlang der Eifelkante und dem Rand des Westerwaldes und erzielte dabei einen Schnitt von 52,21 km/h und landete damit auf Platz acht in der U25-Landesliga. Der Trainingserfolg scheint sich also bei den AW-Fliegern einzustellen. Bleibt zu hoffen, dass dies auch mit den entsprechenden Punkten belohnt wird. Mit dem Halbzeitergebnis können die drei Vereine jedenfalls durchaus zufrieden sein.

(Von links) Bernd van der Mühlen und Heinz-Günter Hamann nach einem erfolgreichen Flug. Foto: H.G. Hamann

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