Lokalsport | 06.05.2015

Segelflug-Landesliga

Ahrkreis-Piloten segeln weiter nach vorn

Blick vom Doppelsitzer auf den Flugplatz Wershofen: Noch dringt etwas Sonne durch die dichter werdende Wolkendecke.Niklas Schäfer

Region. Trotz schwieriger Wetterbedingungen konnten die Piloten der drei Segelflugvereine aus dem Ahrkreis (LSV Bad Neuenahr, LV Mönchsheide, SFG Wershofen) gute Ergebnisse in Runde 3 der Segelflug-Landesliga erfliegen. Durch den Rundensieg konnten die Kreisstädter ihre Führung in der Gesamtwertung untermauern, die beiden anderen Vereine in der Gesamtwertung weiter Plätze gut machen. So rangieren jetzt alle unter den Top 10 der Landesliga. Ausschlaggebend waren nicht nur gute Einzelleistungen, sondern auch, dass alle mindestens drei Wertungsflüge einbringen konnten. Dabei hatte das Wetter den Piloten fast einen Strich durch die Rechnung gemacht: Von Frankreich her schoben sich schon früh dichte Wolkenfelder herein, die die Sonne mehr und mehr abdeckten und die Thermik dadurch merklich einschränkten. Für das für Neuenahr fliegende Team Dietmar Spranger (DG600/18m) und Jürgen Koch (HPH 304S Shark) ging es daher nur ein kurzes Stück in die Eifel und dann weit in den Osten. Auf dem Rückweg aus dem Sauerland war dann aber in Höhe Siegen Schluss. Während Jürgen Koch mithilfe seiner Turbine nach Hause fliegen konnte, musste Dietmar Spranger in Hünsborn landen. Trotz allem konnten über 600km gewertet werden. Für die Landesliga gehen die schnellsten 2,5 Stunden in die Wertung ein. Hier erreichten beide einen Schnitt von 98km/h. Komplettiert wurde das Team durch Peter Metzen (Ventus 2cT/18m; 80km/h). Er drehte bereits an der Eder um und schaffte es im Segelflug zurück auf die Bengener Heide. Der LSV konnte damit einen hauchdünnen Rundensieg vor dem SFC Betzdorf-Kirchen und dem AC Rhein-Nahe erringen. Von der Mönchsheide aus sorgten wieder einmal die Doppelsitzer-Teams für Punkte: Karin und Hans Wiesenthal (Arcus M/86km/h) flogen nördlich um Frankfurt herum bis auf den Spessart und zurück, Stephen Parker mit Copilot Jürgen Boest (Stemme S10-VT, 84km/h) wählten ab dem Thüringer Wald den Weg nach Norden und wendeten erst in Ostwestfalen am Teutoburger Wald. Spät starteten dann noch Bernd Fischer und Heinz Koch (Duo Discus T). Unter den dichten Abschirmungen konnten sie zwar die 2,5 Stunden Wertungsdauer nicht ganz erfliegen, aber zumindest wurden noch 50km/h gewertet. Der LVM konnte sich damit auf Platz 6 vorschieben. Direkt dahinter folgte die SFG Wershofen, die aufgrund ihrer westlicheren Lage sicher die schwierigsten Bedingungen hatte: Hubert Raaf und Bernd von der Mühlen (DG 1000/20m; 68km/h), Gerhard Krautwig (DG808C/18m; 66km/h) und Herbert Nett (Discus/61km/h) mussten ihre Flüge auf die Eifel beschränken, in der bereits gegen 16 Uhr „das Licht ausging“ und die Segler so mangels Aufwinden wieder auf den Boden zwang. In der Landesliga führen nach drei von 19 Runden weiter die Kreisstädter. Der LVM springt gleich 4 Plätze nach vorn und liegt jetzt auf Gesamtrang 6. Auch die SFG kann sich verbessern, liegt nun auf Rang 8 und komplettiert damit das gute Gesamtergebnis für die Vereine aus dem Ahrkreis. Da die Wetterbedingungen im Norden der Republik aber deutlich besser waren als an der Ahr, mussten die Vereine in der bundesweiten Quali-Liga Federn lassen. Zumindest der LSV Bad Neuenahr liegt weiter auf Platz 2 und damit auf einem direkten Aufstiegsrang in die 2. Bundesliga. Aber die Saison ist noch lang. Während am kommenden Wochenende die Vereine noch mal getrennt starten, wird es ab Christi-Himmelfahrt spannend. Vertreter aller drei Vereine werden dann während der 29. Bad Breisiger Segelflugwoche auf der Mönchsheide auch auf einem zentralen Wettbewerb gegeneinander antreten.

Blick vom Doppelsitzer auf den Flugplatz Wershofen: Noch dringt etwas Sonne durch die dichter werdende Wolkendecke.Foto: Niklas Schäfer

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