Lokalsport | 08.04.2016

Harte Verbandsstrafen gegen TuS Koblenz – Weitere Sanktionen angedroht

Alle in der Pflicht

Zusätzliche Auflagen - Fan-Treffen geplant - Präsidium: „Jeder muss wissen, um was es geht.“

Koblenz. Wie das Präsidium der TuS Koblenz mitteilt, hat die Spruchkammer des Fußball-Regional-Verbandes „Südwest“ den Verein am 07.04.2016 wegen der Vorkommnisse bei den Meisterschaftsspielen der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegen Borussia Neunkirchen, FC Karbach und Röchling Völklingen verurteilt. Danach muss die TuS Koblenz „wegen unsportlichen Verhaltens von Zuschauern in drei Fällen sowie wegen Vernachlässigung der Platzdisziplin beim Spiel gegen Röchling Völklingen“ nicht nur eine Gesamtgeldstrafe von 2.000 Euro zahlen.

Außerdem droht der Verband für den Wiederholungsfall eine Platzsperre bzw. ein Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und/oder einen Abzug von Punkten an. Damit habe sich die bereits geäußerte Annahme der Verantwortlichen bestätigt.

Wie es in der Urteilsbegründung heißt, „war bei der Strafbemessung zu berücksichtigen, dass es im laufenden Spieljahr bereits mehrfach zu unsportlichem Verhalten von Zuschauern gekommen war“. In den neuen Fällen habe sich die „Schwere des unsportlichen Verhaltens“ von Spiel zu Spiel gesteigert. Zu Gunsten des Vereins sei berücksichtigt worden, dass er sich in einer Presseinformation vom 01.04.2016 mit einem „dringenden Appell“ an die Fans gewandt habe.

„Einstweilige Verfügung“

Neben dem Urteil erließ der Verband außerdem noch eine „Einstweilige Verfügung“. Sie enthalte einerseits die Auflage, bei den restlichen Auswärtsspielen der laufenden Oberliga-Saison „jeweils 5, zu dem Auswärtsspiel in Hauenstein 10, erkennbare, eigene Ordner einzusetzen“. Zudem weist der Verband darauf hin, dass alle restlichen Oberliga-Spiele der TuS Koblenz jeweils „von einer von der Spruchkammer beauftragten Person“ beobachtet werden. Auch die Kosten dafür müsse der Verein tragen. Das Präsidium nimmt die „extrem verschärfte Situation“ nochmals zum Anlass, eindringlich vor jeder weiteren Eskalation zu warnen.

Die klare Aussage der Verantwortlichen: „Jeder Beteiligte muss wissen, um was es in dieser Phase geht. Wir alle sind deshalb in der Pflicht, nachhaltigen Schaden vom Verein abzuwenden. Speziell die ‚Problemfans‘ sind erneut aufgerufen, sich einwandfrei zu verhalten und nicht noch mehr Unheil anzurichten. Das Maß ist endgültig voll; es gibt nichts mehr zu tolerieren. Im Übrigen sind Ausschreitungen jedweder Art für die Bemühungen absolut kontraproduktiv, das Image der TuS Koblenz in der Öffentlichkeit zu verbessern und dringend benötigte neue Sponsoren für den Verein zu gewinnen.“

Ungeachtet dessen setze man die Anstrengungen unvermindert fort,

beruhigend auf „diese verschwindend geringe ‚Fan‘-Gruppe“ einzuwirken. So finde voraussichtlich in den nächsten Tagen ein separates Fan-Treffen statt. Die gemeinsame Initiative des Dachverbandes Koblenzer Fanclubs (DKF), der Fanbeauftragten, des Sicherheitsbeauftragten und des Präsidiums diene zur Information und Motivation. Denn: „Begeisterung für die TuS und Disziplin schließen sich nicht aus. Im Gegenteil.“

Pressemitteilung

TuS Koblenz

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