Sportfest in Wienau
Alles in Bewegung: Auf dem Sportplatz und im Festzelt ging’s rund
Besucherrekord beim Summer-Jam-Festival des SV Wienau - Historische Fußballspiele auf dem Rasenplatz
Wienau. Das Sportfest in Wienau am Tag vor und an dem Feiertag Christi Himmelfahrt (Vatertag!) hatte für jeden etwas zu bieten. Sowohl die sportlich Ambitionierten kamen auf ihre Kosten, wie auch die Anhänger der Geselligkeit. Auf dem schönen Rasenplatz am Wald- und Ortsrand von Wienau und im Festzelt daneben war an beiden Tagen viel los. Das begann bereits am Mittwoch mit dem Alte-Herren-Himmelfahrtsturnier. Daran nahmen
sechs Mannschaften aus der näheren und weiteren Umgebung teil: Herschbach, Marienrachdorf, Flammersfeld, Neuwied, Ellingen und Gladbach. Die Spielzeit mit jeweils einem Torwart und fünf Feldspielern betrug 1 x 10 Minuten. Nach fünfzehn Spielen standen die Sieger fest, die Alten Herren aus Gladbach. Sie gewannen das Turnier vor Flammersfeld (Platz 2) und Ellingen (Platz 3). Von der Siegerehrung am späten Abend ging das Geschehen nahtlos über zum Feiern im Festzelt, wo bereits die große Summer-Jam-Party begonnen hatte.
„Heiße Beats und coole Drinks“
Mario Mertgen, der mit der Technik von DJ Managro für die sommerlichen Beats und Rhythmen im Zelt sorgte, berichtet von einer turbulenten Nacht: „Wir haben bis in den frühen Morgen Musik gemacht. Die Stimmung war super, alles verlief total harmonisch. So viele Besucher hatten wir noch nie bei der Vatertags-Disco. Ich schätze, es werden über 300 gewesen sein. Das ist ein absoluter Rekord!“ Das Motto „Heiße Beats und coole Drinks“ hatte seine Wirkung auf die Jugendlichen und jungen Leute aus Wienau und den umliegenden Ortschaften nicht verfehlt. Zum Glück hatte der SV Wienau schon mit einem größeren Zulauf gerechnet und ein größeres Zelt als in den Vorjahren aufgebaut. Diesmal zum ersten Mal auch mit einem stabilen und witterungsunabhängigen Holzboden. Mario Mertgen fiel auf, dass sich die
Besucher vorbildlich verhielten, auch was die An- und Abreise betraf. Viele waren sogar in Gruppen zu Fuß aus den näher gelegenen Orten gekommen, um nicht den Verlust des Führerscheins zu riskieren.
Kleinfeld-Soccer-Cage
Der Donnerstag begann um 9 Uhr mit der Niederlegung eines Kranzes am Denkmal für die Gefallenen der Kriege. Anschließend wurde auf dem großen Spielfeld und dem eigens für das Fest aufgebauten Kleinfeld-Soccer-Cage gekickt. Es spielten die verschiedenen Leistungs- und Altersklassen des Vereins. Aber zuvor konnten sich die Spieler und die vielen Besucher des Festes bei einer deftigen Erbsensuppe aus der original NVA-Gulaschkanone stärken. Vereins-Metzger Olaf Gebauer und seine Helfer hatten wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut, um die Gaumen und Mägen der Gäste so richtig zu verwöhnen.
Sieben Kinder- und Jugendlichen-Mannschaften nahmen am Cage-Soccer-Turnier teil. Sie hatten sich Phantasienahmen gegeben wie „Hammer“, „Blue“, „WW-Kicker“, „Zicken“ oder „Die Eulen“. Auf dem Rasenplatz spielten am Donnerstag zuerst die Seniorenmannschaften. Hier kam es zu der bemerkenswerten Begegnung zwischen der Spielgemeinschaft Wienau/Marienhausen gegen die Spielgemeinschaft Rossbach/Mündersbach. Das besondere daran: Beide Spielgemeinschaften fusionieren für die nächste Saison nach der Sommerpause, also ab dem neuen Spielbetrieb im August, zu einer gemeinsamen Spielgemeinschaft aus Spielern aller vier Orte. Dadurch ergeben sich für die Wienauer gute Möglichkeiten, auch mal auf Kunstrasenplätze bei den neuen Partnern auszuweichen und den eigenen Naturrasenplatz etwas mehr zu schonen.
Nach diesem Freundschaftsspiel boten die Veranstalter ihren Besuchern einen weiteren Leckerbissen, nämlich die Begegnung des aktuellen Frauenfußball-Teams der JSSV Freirachdorf/Wienau gegen die Wienauer Damenmannschaft, die vor zehn Jahren, also 2007, sensationell den Aufstieg in die Rheinlandliga geschafft hatte. Zu diesem Trupp gehörten: Simone Kroppach, Steffi Hummer, Rebecca Schäfer, Anne Pieroth, Linda Schardt, Tanja Groth, Sarah Eisel, Sarah Göbel, Lea Malmedi, Claudia Noll, Tina Diederich, Annika Spohr, Lena Borowski und Petra Fuß. Bei dem Spiel zeigten die Ladys von 2007, dass sie auch nach zehn Jahren nichts an Tricks und Spielwitz verloren hatten. Höchstens an der Kondition mangelte es hier und da ein wenig. Wie auch in den vergangenen Jahren wird das Wienauer Sportfest von vielen unternehmungslustigen Menschen aus der Umgebung für einen zünftigen Vatertagsausflug genutzt. So fanden sich auch diesmal wieder Fußgruppen mit oder ohne Bollerwagen am Sportplatz neben dem Holzbach ein und verbrachten dort ein paar gesellige Stunden, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machten.
Hier sind sie noch Gegner, bald schon eine Spielgemeinschaft mit drei Mannschaften in den verschiedenen Leistungsklassen: Beim Sportfest in Wienau trugen die SG Wienau/Marienhausen und die SG Rossbach/Mündersbach ein Freundschaftsspiel aus.
