Lokalsport | 17.10.2016

Marco Wittmann krönte sich zum DTM Champion 2016

Andernacher BMW Team RMG hatte die Nase vorne

Andernacher BMW Team RMG hatte die Nase vorne

Andernach/Hockenheimring. Ein Wochenende voller Spannung erlebten die 142.000 DTM Fans beim Finale am Hockenheimring. Ob sich auch das Andernacher RMG Team rund um Teamchef Stefan Reinhold das Wochenende so spannend gewünscht haben, das steht in den Sternen. Am Ende jedenfalls konnte gefeiert werden – Marco Wittmann ist mit seiner souveränen Leistung das ganze Rennjahr über, verdient DTM Champion 2016 geworden. Es war zwar knapp, aber es hatte gereicht.

Aber der Reihe nach. Miguel Molina hatte das Samstagsrennen souverän gewonnen. Bereits beim Start eroberte der Spanier im Audi RS 5 DTM Platz eins und überquerte nach 27 Runden als Sieger die Ziellinie. „Der Start war entscheidend für den heutigen Erfolg“, so Molina. „Danach hatte ich eine gute Pace und konnte zum Sieg fahren.“ Der Sieg stand allerdings im Schatten des packenden Duells zwischen Marco Wittmann und Edoardo Mortara im Kampf um den Titel des DTM-Champions. Bis zur Halbzeit des 40-minütigen Rennens sah alles nach einer vorzeitigen Entscheidung zu Gunsten Wittmanns aus, denn der BMW-Pilot rangierte auf einem sicheren zweiten Platz und Mortara war zu diesem Zeitpunkt lediglich Achter. Der Audi-Pilot aber fuhr ein überlegtes und strategisches Rennen, nutzte sein DRS optimal und arbeitete sich Position für Position nach vorne. „Die Taktik für das Rennen habe ich mir im Auto zurechtgelegt“, sagt Mortara im Ziel. „Ich habe mein DRS sehr überlegt eingesetzt und habe meine Chancen gegen Rennende gesehen. Wir waren heute schon sehr schnell, ich hoffe aber, morgen noch konkurrenzfähiger zu sein und den Titel zu holen.“

Während Mortara ein sehr aufregendes Rennen erlebte, war das von Wittmann eher ruhig. „Unser Ziel war, vor Edoardo zu bleiben und das ist uns gelungen. Die drei Punkte die ich heute mehr bekommen habe als Edo können am Ende wichtig sein. Aber: Er hatte eine gute Pace und wir haben bis morgen noch viel Arbeit vor uns“, so Wittmann nach dem Rennen. In der Fahrerwertung lag Wittmann vor dem letzten DTM-Saisonrennen mit 194 Punkten auf Platz eins. Sein Vorsprung auf Edoardo Mortara (177 Punkte) betrug 17 Punkte. Gute Voraussetzungen eigentlich - aber der Sonntag wurde noch einmal spannend.

Der vierte Platz reichte Marco Wittmann zum Titelgewinn!

Nach einem verkorksten Start kämpfte sich Motara gegen zahlreiche BMW-Piloten Position für Position nach vorne und übernahm in Runde sechs die Führung vor Wittmann. Nach 39 Runden überquerte er mit 3,040 Sekunden Vorsprung vor Vietoris die Ziellinie. Wittmann reichte der vierte Platz im letzten Saisonrennen zum Titelgewinn. Hinter ihm schafften es mit Timo Glock, Maxime Martin und Tom Blomqvist drei weitere BMW-Piloten in die Punkteränge. Diese wurden komplettiert durch Jamie Green und Robert Wickens auf den Positionen neun und zehn. Für Marco Wittmann ist es nach 2014 bereits der zweite Titel in der DTM; BMW stellt nach 1987, 1989, 2012 und 2014 zum fünften Mal den DTM-Champion. „Das war ein turbulentes Rennen und Edoardo war sehr stark“, fasste Wittmann die Ereignisse zusammen und lobte seinen Konkurrenten. „Es ist ein wahnsinniges Gefühl, nach 2014 erneut den Titel zu holen. Das ist einfach der Wahnsinn.“ Schon jetzt darf man gespannt sein, was die DTM 2017 bringen wird, denn dann heißt es für das Andernacher RMG Team- Titelverteidigung!

WAM

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