Handball der Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.
Anschluss verpasst
Rheinlandliga: SG Gösenroth/ Laufersweiler – TSB I 28:21 (16:13)
Bendorf. Nix war es mit der Überraschung im Hunsrück. Die Bendorfer Falken hatten nach dem positiven „Run“ der letzten Wochen die Hoffnung, das Meisterschaftsrennen noch einmal spannend zu gestalten, doch daraus wurde nichts. Von Beginn an erwischten die Gastgeber den besseren Start. Selbst abgefälschte Bälle landeten irgendwie im Netz der Gäste, wohingegen die Turnerschaft ihre Hausaufgaben nicht fleißig genug erledigte. Zahlreiche aussichtsreiche Torgelegenheiten wurden liegen gelassen. Ob aus dem Rückraum, bei Tempogegenstößen oder von der Kreisposition, die Bendorfer scheiterten nach und nach am Schlussmann oder eben am Aluminium.
Nach dem 4:0-Rückstand fand die TSB dann aber besser ins Spiel und konnte die ersten Treffer verbuchen. Gösenroth leistete sich zwar kurze Schwächephasen in ihrem Spiel, verlor allerdings nie den Faden und hatte immer die passende Antwort parat. Nach etwa 15 Minuten führte die SG mit 12:5. Das Spiel von Bendorf entwickelte sich von nun an zunehmend zur Moritz-Gutfrucht-Show. Ein um das andere Mal netzte der Jungstar das Leder im Gebälk der Hausherren ein. So blieb die Falkentruppe dem Spitzenreiter zur Halbzeit mit 16:13 auf den Fersen. Der Ausgang der Partie war noch völlig offen.
In der zweiten Hälfte kam Bendorf dann sogar bis auf zwei Treffer heran und hatte im Gegenstoß die Chance auf den Anschluss, doch es sollte heute nicht sein. Die vielen Fehlwürfe bestrafte Gösenroth hart und zog sofort wieder davon. Am Ende erzielt der Tabellenführer einen verdienten, wenn auch
um einige Tore zu hoch ausgefallenen 28:21-Sieg.
Die Barthel-Sieben spielte an diesem Tag zu eindimensional, um der SG wirklich gefährlich zu werden. Trainer Christoph Barthel meinte nach dem Spiel: „Wir haben wieder einmal sehr gut gekämpft. Leider hat uns die Chancenauswertung jeglicher Siegchance beraubt. Gösenroth war den Tick besser heute. Nach dem 12:5 kamen wir auf 16:13 heran vor der Halbzeit, hatten dann nach der Pause zweimal die Chance auf ein Tor zu verkürzen, haben es aber nicht mehr geschafft, Gösenroth nervös zu machen. Der Sieg der SG geht in Ordnung, auch wenn er drei Tore zu hoch ausfiel.“ Auch mit dieser Niederlage verbleibt die Turnerschaft auf der dritten Position (13 Punkte), hinter der SG Gösenroth/Laufersweiler (18 Punkte) und der HSG Mertesdorf/Ruwertal (15 Punkte).
Kommenden Sonntag, 11. Dezember steht für die TSB I, zum hoffentlich versöhnlichen Abschluss der Meisterschaftsrunde 2016, ein Auswärtsspiel in Weibern an. Um 15 Uhr trifft die TSB auf den TuS Weibern in der Robert-Wolff-Halle. Ein nicht minder wichtiger Termin ist der 18. Dezember. Um 12:45 Uhr spielt die TSB im Rheinlandpokal-Halbfinale in Sohren um den Einzug ins Finale. Gegner ist die HSG Mertesdorf/Ruwertal.
Es spielten für Bendorf: Christian Kühn, Conni Becher, Lars Dreidoppel, Jonas Strüder, Lucas Litzmann, David Mohrs, Nicolas Barreteau, Marco Lebernegg, Ömer Acar, Christian Schaub, Moritz Gutfrucht; im Tor: Matthias Kunz, Björn Boinski.