Lars Bohm verpasste in der Nachspielzeit drei große Möglichkeiten
Ausgleich lag förmlich in der Luft
Der 28-jährige Stürmer wird die SG Eintracht Mendig/Bell nach der Saison in Richtung Ahrweiler BC verlassen
Mendig. Lars Bohm hadert ein wenig mit sich selbst. In der Nachspielzeit hat der Stürmer der SG Eintracht Mendig/Bell beim 2:3 (0:2) gegen den TSV Emmelshausen den verdienten Ausgleich gleich dreimal auf dem Fuß. Zunächst trifft er mit dem rechten Fuß den rechten Pfosten (90. + 1), anschließend schießt er den Ball mit seinem linken Fuß TSV-Schlussmann Jonas Börsch genau zwischen die Beine (90. + 3). Kurz vor dem Abpfiff ist sein langes Bein nicht lang genug, um das Spielgerät nach einer weiten Hereingabe über die Torlinie zu spitzeln. „Es ist bitter und ärgerlich“, meint Bohm später. „Wenn wir das 1:4 kassiert hätten, wären wir erledigt gewesen. Aber ein Punkt wäre im Endeffekt für uns nicht unverdient gewesen.“
Seine Mission an der Brauerstraße wird nach der Saison 2019/2020 enden. Der 28-Jährige, der in Bonn wohnt, schließt sich „aus beruflichen Gründen“ dem Ligakonkurrenten Ahrweiler BC an, der von Jonny Susa trainiert wird. Der erfahrene Offensiv-Allrounder, der die Jugend der SG Bad Breisig und der TuS Koblenz durchlief, absolvierte für die Spvgg Burgbrohl, die SG Roßbach/Verscheid und die Spvgg 176 Oberliga-Spiele und erzielte dabei 41 Treffer. Nach einem ersten halbjährigen Intermezzo vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017 kehrte der 1,93 Meter große Stürmer am 1. Januar 2018 von der Reserve der TuS Koblenz an die Brauerstraße zurück. Bohm bildete mit Marcel Berg ein kongeniales Trio, am 30. Juni des Jahres wird er seine Zelte nun endgültig abbrechen.
„Es war eine schöne Zeit“, blickt Bohm zurück. „In den abschließenden vier Monaten werde ich alles dafür tun, dass wir die beste Platzierung erreichen, die es für eine Mannschaft der SG Eintracht Mendig/Bell in der Fußball-Rheinlandliga je gegeben hat. Ich bin noch nicht fertig.“
Gegen den TSV Emmelshausen um Torhüter Jonas Börsch (Mitte) und Niklas Kasper (rechts) ging Lars Bohm leer aus.
