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Feierliche Ehrung verdienter Sportler im Westerwaldkreis

Auszeichnungen sind ein neuer Ansporn

05.03.2018 - 13:56

Höhr-Grenzhausen. Wie in jedem Jahr nahm der Sportkreis Westerwald auch für 2017 die Ehrung von Vereinen, Sportlern und Projekten im Westerwald vor. Aus diesem Grund hatte der Sportkreis Westerwald die zu Ehrenden nach Höhr-Grenzhausen in das schicke Vereinsheim der Sportfreunde eingeladen. Dort wurden die Gäste vom Sportfreunde-Vorsitzenden Horst Eberl begrüßt, Danach folgten kurze Ansprachen des Vorsitzenden des Sportkreises Westerwald, Albrecht Gehlbach, und von Uli Kessler als Vertreter des verhinderten Landrats Achim Schwickert.

Gehlbach erklärte nicht ohne Stolz, dass der Kreis Westerwald auch 2017 großzügig Fördermittel von 76.000 Euro für den Jugendsport zur Verfügung gestellt habe. Diese würden zweckgebunden aufgeteilt: 50.400 Euro für die Förderung der Übungsleitertätigkeit im Jugendsport, 5600 Euro zur Förderung jugendlicher Talente im Wettkampfsport und weitere 20.000 Euro zur weiteren Jugendsportförderung. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass alle Sportarten berücksichtigt wurden, auch die, die nicht jeden Tag in den Medien erwähnt werden. So erhielten Vereine und Einzelsportler Zuwendungen, die Schach spielten, Taekwondo oder Show-Tanz ausübten. Gehlbach würdigte an dieser Stelle ausdrücklich die Tätigkeiten der ehrenamtlichen Trainer und Betreuer, ohne die es keinen Sport in den Vereinen geben könnte. Kessler überbrachte die Grüße des verhinderten Landrats und erneuerte das Versprechen, dass der Kreis Westerwald auch im Jahr 2018 entsprechende Fördermittel zur Verfügung stellen würde. Die anschließenden Ehrungen nahmen Gehlbach und Kessler gemeinsam vor.

Für ihre herausragende Jugendarbeit erhielten die LG Westerwald U14, TuS Mogendorf, SF Ötzingen, SF Höhr-Grenzhausen und TuS Roßbach jeweils einen Förderscheck über 1500 Euro. . Freudestrahlend nahmen die Vertreter der Vereine die Ehrung entgegen, ist der Betrag doch Belohnung für ein sehr erfolgreiches Abschneiden verschiedener Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene.

Gehlbach würdigte bei der Verteilung der Fördermittel über je 1500 Euro die Vereine, die bei den Projekten ausgezeichnet wurden. So hat zum Beispiel der Freizeit-Sportverein Merkelbach seit Juli 2015 Flüchtlingen und Asylbewerbern die Möglichkeit geschaffen, am regelmäßigen Training und an den Spielen der Kreisliga teilzunehmen. Das sei eine Erfolgsgeschichte, denn an den Trainingseinheiten würden bis zu 25 Integrationsspieler teilnehmen.

Ebenfalls mit 1500 Euro wurde der Sportkreis Westerwald bedacht für die Aktion „Keine Angst vor dem Sportabzeichen.“ Mit dieser Aktion sollen Vereine unterstützt werden, die Menschen jeden Alters dazu bewegen, das Sportabzeichen zu erlangen. Als weiterer Anreiz, das Sportabzeichen zu erwerben, ist die Prämie von zehn Euro anzusehen, die die KSK Westerwald-Sieg für jedes Sportabzeichen an die Vereine zahlt. Weitere Preisträger in dieser Sparte sind der TuS Hachenburg mit dem Projekt „Junge Leichtathleten im Eiskanal stark machen“, Taekwondo Axel Müller mit „Vorhang auf - Aufbau eines Demo-Teams“ und der TuS Montabaur mit dem Projekt „Körperbildung, die Sehnsucht/Sucht nach einem perfekten Körper“.

Zuletzt wurden die Einzelsportler für herausragende Leistungen in Sportarten mit unzureichender Kaderförderung mit jeweils 500 Euro belohnt. Diese Sportler haben bei nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterschaften hervorragende Ergebnisse erzielt. Der Schwimmer Philipp Tourbier vom SC Selters wurde geehrt, ebenso der Karate-Sportler Konstantin Hehl vom KSV Wirges und der Turner David Rempel von TuS Mogendorf. Die Taekwondo-Sportler Jonas Pörsch und Simon Laubhold vom Verein Axel Müller nahmen stolz die Ehrung entgegen, genau wie die Leichtathleten Robert Leo Pawlik vom TuS Hachenburg und Nils Konrad von SC Selters. Über je 500 Euro konnten sich auch die beiden Tischtennisspieler Tobias Sältzer und Vincent Schwickert vom TTC Grenzau freuen.

Besonderen Beifall gab es für Chiara Jost von den Sportfreunden Höhr-Grenzhausen bei ihrem Heimspiel. Sie hat in der Sportart Inline-Artistik immerhin die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, die süddeutsche Meisterschaft und die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Die Gastgeber hatten sich zur Unterhaltung ein abwechslungsreiches, sportliches Nebenprogramm ausgedacht. Zwischen den einzelnen Ehrungen führten die Sportlerinnen der SF Höhr-Grenzhausen in verschiedenen Altersklassen ihre Künste im Bereich der rhythmischen Sportgymnastik und im Rollsport vor. Für die teilweise akrobatischen Leistungen gab es vom Fachpublikum großen Applaus.

Die Ehrungen und die damit verbundenen Fördermittel sind für alle Sportler im Kreis Westerwald jedes Jahr ein neuer Ansporn, durch Fleiß und Training auf sich aufmerksam zu machen.

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Kommentare
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
Uwe Klasen:
Solange solche Fehlkonstruktionen wie z.B das DSGVO aus Brüssel kommen oder vergleichbarer Unsinn, solange wird es auch kein "Europa United" geben!

Ein echter Hingucker

juergen mueller:
Hat unsere Stadt keine anderen Probleme? Die erst einmal zu lösen und dafür Geld zu investieren wäre angebracht und sinnvoller als sich immer nur auf die Suche nach Dingen zu begeben, die zwar "echte Hingucker" sein mögen, aber erst einmal überflüssig sind. Anscheinend ist diese Dringlichkeit solcher zu bewältigenden Aufgaben in den Köpfen unserer Volksvertreter noch nicht angekommen, ebenso wie die Tatsache, dass es immer leicht ist, Gelder auszugeben, egal ob sinnvoll oder nicht, die auf dem Rücken der Steuerzahler erwirtschaftet werden. Der Ideenreichtum der Politik scheint grenzenlos zu sein.
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